REVIEW: Mirrorneuron 2 (SYRINX CALL)

BY Gerhard Berlin


Mit „Mirrorneuron 2“ spinnt SYRINX CALL die Geschichte des KI-Roboters Kai aus ihrem 2021 erschienenen Vorgängerwerk weiter. Der ursprünglich für die Beschaffung fossiler Energien geschaffene Roboter entwickelt zunehmend empathische Züge und befindet sich nun in einen Dauerkonflikt mit seinen Herstellern. Ethische Fragen und das Thema Umwelt bringt Kai zunehmend zum Nachdenken. Ein Nervenzusammenbruch (!) führt zu einer Zusammenarbeit mit einer Psychotherapeutin – und dies zu einer nicht vorhersehbaren Entwicklung.
Musikalisch setzt die Band das Konzept in bewährter SYRINX CALL-Manier –um: das heißt es wird mit ruhigen, oft cineastischen Klangfarben gearbeitet. Hier kommen einen immer wieder AYREON und PINLK FLOYD in den Sinn– und natürlich ELOY. Deren Mitglieder Frank Bornemann und Gitarrist Hannes Arkona, dazu noch orchestrale Streicher und natürlich der Düsseldorfer Blockflötenvirtuosen Volker Kuinke bestimmen das Klangbild des Werkes.
Die bereits auch vom Vorgängerwerk bekannten Sängerinnen Doris Packbiers und Isgaard verfeinern je nach Song eine zwischen Melancholie und zarter Emotionalität liegende musikalische Landschaft. Ein Album zum Entspannen und sich treiben lassen. Manch einem dürfte das fast schon zu träumerisch sein, gesetzte Kontrapunkte fehlen. Trotz alldem bewegt man sich hörbar eine Spur mehr gen Prog- und Art-Rock wie bisher. Die gelungene atmosphärische, vielseitige Single „Wheel Of Emotions” kann bei der Einordnung von „Mirrorneuron 2“ dem Neuhörer Orientierung liefern. Fans von SYRINX CALL können da eh‘ bedenkenlos zugreifen.




MIRRORNEURON 2

Band: SYRINX CALL
Genre: Progressive
Tracks: 12
Länge: 60:13
Medium: CD
Label: Flat Earth Music
Vertrieb: Timezone