REVIEW: Inferno- (Lion's Share)

BY Fabian Zeitlinger


Es ist unfassbar, wie die Zeit vergeht. Seit dem letzten offiziellen Longplayer aus dem Hause LIONS SHARE sind über 16 Jahre vergangen. Menschen, die damals geboren wurden, bereiten sich jetzt schon so langsam auf den Führerschein vor. Mastermind Lars Chriss und Sänger Patrik Johansson waren währenddessen allerdings nicht ganz untätig. Insbesondere Johansson ist auf einer Vielzahl verschiedener Alben zu hören (u.a. ASTRALDOORS, RIFFORIA oder CIVIL WAR). Bei seinem letztjährigen Solo-Output „War AndPeace“ war Chriss mit von der Partie und so war der Weg zu einem neuen LIONS SHARE Album nicht weit.

LIONS SHARE enttäuschen nicht und gehen den Pfad, den man mit „Emotional Coma“ und Johanssons Einstieg begonnen hat, unbeirrt weiter. Düsterer und zeitloser Heavy Metal mit starkem Gesang und pfiffig-filigraner Gitarrenarbeit. Die Melodien sind nicht zu aufdringlich und das Gitarrenriff führt zu jederzeit den Song. „Baptized In Blood“ ist ein schönes Beispiel für eine treibende und satt groovende Nummer, die typisch für das Oeuvre von LIONS SHARE ist.

LIONS SHARE betreiben kein 80er Worshipping, sondern erinnern viel mehr an 90er Bands wie TAD MOROSE, HOLLOW oder mitunter auch an BRAINSTORM. „Inferno“ schafft das Kunststück, die Geschichte von LIONS SHARE stimmig und ohne Bruch weiterzuführen, dabei aber trotzdem frisch und noch hungrig zu klingen. Welcome Back!




INFERNO-

Band: Lion's Share
Genre: Heavy Metal
Tracks: 9
Länge: 42:33
Medium: CD
Label: Metalville
Vertrieb: Edel