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REVIEW: Closer To The Sun (Tyketto)

BY Gerhard Berlin


TYKETTO wurden bereits 1987 in New York gegründet und tauchen alle paar Jahre aus der Versenkung auf. Das letzte Album „Reach“ stammt aus dem Jahre 2016 – „Closer To The Sun“ ist tatsächlich erst das sechste Album der Band. Die Gruppe um Ausnahmestimme (und einzig verbliebenes Gründungsmitglied) Danny Vaughn hatte ihren großen Moment bereits mit den auf dem 1991er-Debüt enthaltenen Hit „Forever Young“ – und müssen sich bis heute daran messen lassen.
Und genau daran gemessen startet das neue Album recht verhalten und bietet auf den ersten drei Stücken eher konventionell-gefälligen Rock, leider ohne großen Wiedererkennungswert. Mit „We Rise“ folgt dann aber ein echter Hinhörer, welcher das Beste aus TYKETTO herausholt – episch-melodischer Hard Rock mit einem großartigen Refrain. Auch danach kommen mit dem gelungenen Titeltrack „Closer To The Sun“, dem Ohrwurm „Harleys & Indians (Riders in the Sky)” - ein ROXETTE Cover, dem energetischen Rocker „Hit Me Where It Hurts“ und der Power-Ballade „The Picture“ starke Tracks. Ohne den „verschlafenen“ Anfang wäre da sicherlich mehr drin gewesen. Anyway! Das sich TYKETTO etwas mehr gen Blues bewegen und auch das Tempo durchaus mal drosseln steht ihnen, aber auch der immer noch überragenden Stimme von Vaughn richtig gut. Und auch wenn ein Teil der Songs wenig Neues bietet; wer auf 80er-Hard Rock mit Emotionen steht, macht hier sicherlich nichts falsch.




CLOSER TO THE SUN

Band: Tyketto
Genre: Hard Rock
Tracks: 11
Länge: 48:25
Medium: CD
Label: Silver Lining Music
Vertrieb: Warner