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REVIEW: Ghost Town (AXEL RUDI PELL)

BY Marco Berghammer


“Guillotine Walk“  läuft leicht gegrämt auf das Schafott, nachvollziehbar, ist es doch der allerletzte Gang. Sowohl Text als auch musikalisch eine spannende Nummer, die wunderbar den Ton setzt und das Tor zur “Ghost Town“, AXEL RUDI PELLs neuem Album, öffnet. “Breaking Seals“ galoppiert dann in ACCEPT-Manier und voller Rüstung ums Eck, dazu passend “uns“ UDO DIRKSCHNEIDER mit an den Vocals.

Das neue Album wurde mit der bekannten und vertrauten Mannschaft aufgenommen und stimmig in Szene gesetzt. Geboten wird überwiegend klassischer Hard Rock, erzählerisch in typischer Pell-Manier. Axels Gitarrenspiel, gerade die Soli, erklingt heuer eine Spur melancholischer (“Holy Water“). Das im dunklen Nebel stehende “The Enemy Within“  bestätigt diesen bewölkten Eindruck. Daran ändert auch das stürmische “Hurricane“ nichts, wird es doch vom schwebenden “Sanity“ wieder eingefangen.

Das Album punktet mit Atmosphäre und in weiten Teilen mit einer anschmiegsamen Schwermut. Diese Ernsthaftigkeit verleiht dem Longplayer eine gewisse Erhabenheit, die gerade im klassischen Hard Rock eine Bindung zu den altvorderen Bands bildet. Das ist und war AXEL RUDI PELLs Intension schon immer gewesen; auf  “Ghost Town“ ist ihm das mit Bravour geglückt.








GHOST TOWN

Band: AXEL RUDI PELL
Genre: Hard Rock
Tracks: 11
Länge: 55:11
Medium: CD
Label: Steamhammer
Vertrieb: Open