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REVIEW: Outerstellar (Michael Monroe)

BY Marco Berghammer


Der Winter hat Deutschland derzeit fest im Griff.  Umso erwärmender nehme ich das neue MICHAEL MONROE-Album in Empfang. “Outerstellar“ zeigt sich knackig frisch wie gerade geernteter Endiviensalat. Sein 64jähriger Erzeuger ist nicht mehr ganz so brandneu, seine Kunst dafür umso mehr. Es gelingt ihm, einen positiven Vibe und eine leichte Prise an kernigem Rock’n‘ Roll in die Umlaufbahn zu säen, als ob ihm diese Saat locker aus dem Handgelenk flutscht. Und das steckt an und keimt im Hörer auf.

Der wilde, räudige und punkige Opener “Rockin’ Horse“ gibt grob die Richtung vor. “Outerstellar“ ist aber weit mehr als ein Glam Rock-Album, es ist das Statement eines funkelnden Rockstars. Das gelingt ohne Zeigerfinger und bedeutungsschwangere Seriosität.

Die Ernsthaftigkeit in mancher Textzeile wird musikalisch leicht genommen, wie bei “Black Cadillac“ auf der Rückbank fläzend weggenuschelt. “When The Apocalypse Comes“ wird mit THE CUREscher “ Friday, I'm in Love“-Haltung dargeboten, und “Disconnected“ plädiert tanzend, auf das Handy beim Gig zu verzichten. Das ist positiv und lebensbejahend, zeigt aber auch den Blick in die Gegenwart.

“Outerstellar“ das 13. Studioalbum von MICHAEL MONROE, eines seiner besten, eine Glam Rock Party mit Attitüde, Allüren und Geschichten aus dem Kosmos eines der Urgesteine der Sleaze Rock-Szene - wunderbar!






OUTERSTELLAR

Band: Michael Monroe
Genre: Hard Rock
Tracks: 12
Länge: 43:42
Medium: CD
Label: Silver Lining Musik
Vertrieb: Silver Lining Musik