REVIEW: Ravenhead (ORDEN OGAN)
BY UNKNOWN
Hoppla, was ist denn hier passiert? ORDEN OGAN sind zurück und zwar mit "Ravenhead". Wieder einmal war Künstler Andreas Marschall (BLIND GUARDIAN, KREATOR, etc.) für das Art-Work verantwortlich, welches tatsächlich so düster und böse wie nie zuvor ausgefallen ist. Tatsächlich würde man der Optik wegen bei "Ravenhead" eher auf ein Thrash Metal-Album tippen - wäre da nicht der altbekannte ORDEN OGAN-Schriftzug über den fauligen Mönchen. Tatsächlich gibt es auf dem fünften Album der Arnsberger erneut einen gewissen Zuschklag an Härte. Wärend "To The End" 2012 schon eine gewisse Kälte im Gegensatz des auf "Easten Hope" 2010 noch recht fröhlich praktizierten Power Metal erahnen ließ, zieht die neuste Platte in düstere Orte. Der vorab veröffentlichte Videoclip zu "F.E.V.E.R" ließ mit seiner überraschenden Düsternis schon die Erwartungen in die Höhe schießen. Und auch das Selbstbetitelte Intro kommt so düster-episch wie sonst keines daher, Gänsehaut breitet sich aus. Kranke Beginnings ("Evil Lies In Every Man" - Absolut untyptisch!) und Friedhofs-Atmosphäre ("Sorrow Is Your Tale") unterstreichen dieses Gefühl, wärend auch das obligatorische Interlude "In Grief And Chains" recht finster daherkommt und das wirklich im wahrsten Sinne coole Outro "Too Soon" den passenden Abschluss liefert. Ansonsten gibt es bei diesem Album wirklich nichts, was langjährige Fans befürchten müssten: "Ravenhead" rockt auf ganzer Schiene und ohne Unterbrechungen. Kräftige Riffs und eingängige Refrains gibt es auch hier zu Hauf. Kein schlechtes Lied findet sich auf der Scheibe, wärend "Ravenhead" mit dem fast epischen "The Lake" dem ewigen Ohrwurm "Evil Lies In Every Man" dem teils etwas thrashigen "Here At The End Of The World" gegen Mitte zum Höhepunkt aufbaut. Nicht zu verachten ist natürlich auch das extrem griffige "F.E.V.E.R" und mit "A Rason To Give" ist auch hier wieder eine detailverliebte Ballade am Start. Somit haben die Jungs auch hier wieder absolut alles richtig gemacht, auch wenn für meinen persönlichen Geschmack die Gitarren ruhig noch etwas durchdringender sein könnten und die Refrains auch mit ein, zwei Wiederholungen weniger im Gedächtnis bleiben würden. So empfehlen sich ORDEN OGAN mit "Ravenhead" (und natürlich auch den vorangehenden Alben) besonders für den geneigten Power- oder modernen Heavy Metal-Fan. Jeder, der gerne GRAVE DIGGER, FREEDOM CALL, BLIND GUARDIAN, POWERWOLF und STORMWARRIOR hört, dürfte hier bestens bedient werden!



