REVIEW: Emerge&See (Cannonball Ride)
BY UNKNOWN
Sich aus der gewaltigen Anzahl der Metalcore Bands abzuheben, mag auch 2014 noch ein gewaltiges Stück Arbeit sein. Neben einer Portion Glück braucht man da schon eine gehörige Portion an musikalischem Können, ein Talent für eingängige Songs, Stil und vor allem etwas um auf sich aufmerksam zu machen. Anstatt auf neon-farbene Leuchttafeln setzen CANNONBALL RIDE auf ihr neustes Werk „Emerge&See“ und ihre bloße Präsenz. Schick und stilgerecht ist die Aufmachung der Digi-CD, wie auch schon die beiden EPs der Österreicher („Breaking Walls And Building Bridges“ (2009) und „Enchant The Flame And Let It Breathe“ (2011)) optisch punkten konnten. Das es CANNONBALL RIDE auch musikalisch drauf haben merkt man auch nach kurzer Spielzeit, spätestens aber bei dem ersten Höhepunkt „Keeper Of The Realm“. Hier wird alles, was einen guten Metalcore-Song ausmacht auf den Punkt gebracht: Krachendes Schlagzeug, gefrickeltes und melodisches Gitarrenspiel ála ARCH ENEMY, nicht zu kotzige Vocals, hymnischer Charakter und vor allem der Verzicht auf Kitsch. Selbst bei Power-Balladen wie dem Abschlusstrack „Adriane“, die von Frauengesang begleitet werden, mag sich hier kein Kitsch-Faktor einstellen, was bezüglich des Genres an Lob verdient. So lässt sich abschließend sagen, dass CANNONBALL RIDE aus mir zwar keinen Metalcore-Fan machen, sich aber dank ihres Charmes und Könnens sehr wohl einen Platz neben Scheiben von KILLSWITCH ENGAGE oder LAMB OF GOD erspielen konnten. Fans dieser Bands sollten hier also auf jeden Fall mal reinhören.



