Review:

Art Of Anarchy

(Art Of Anarchy)

TIPP

ART OF ANARCHY ist eine bereits 2011 gegründete amerikanische Band. Die Mitglieder Scott Weiland, Bumblefoot und John Moyer werden viele von anderen Projekten und Bands (STONE TEMPLE PILOTS, VELVET REVOLVER, DISTURBED, GUNS'N'ROSES) kennen. Die anderen Projekte der Musiker nehmen natürlich viel Zeit in Anspruch, was auch der Grund ist, warum ART OF ANARCHY ihr Debütalbum erst jetzt veröffentlichten.

 

Zugegeben: Es ist vielleicht nicht die schönste Werbung für ein Debütalbum, aber die Unstimmigkeiten zwischen Scott und der Band machen doch auf die Platte aufmerksam. Schlechte Werbung ist bekanntlich auch Werbung, aber in diesem Fall ist es wohl eher traurig, dass ART OF ANARCHY besonders viel Aufmerksamkeit bekommen hat, weil der Sänger noch vor Veröffentlichung die Band verließ. Oder, um fair zu bleiben, laut Scotts Aussagen: nie zur Band gehörte und nur ein Sessionmusiker war. Traurig, weil, und es wird sicher nicht nur mir so gehen, diese CD mich von Anfang an in ihren Bann gezogen hat und ich sie Rauf und Runter höre und nun die Zukunft von ART OF ANARCHY wohl eher unsicher ist.

 

Aber langsam:

Auf der CD finden wir elf Lieder die eine Laufzeit von gut 45 Minuten ergeben. Genau genommen sind es zehn Lieder, weil „Black Rain“ eher ein Intro als ein Lied ist.

Hört man sich das Intro an, was ein bisschen an „Spiel mir das Lied vom Tod“ erinnert, und achtet nicht auf die Musiker, die hinter der Band stecken, hat man keine Ahnung, was einen erwarten könnte. Es könnte jetzt alles kommen. Wirklich verwundert ist man aber nicht, als das Album mit „Small Batch Whiskey“ recht hart beginnt. Der Titel klingt nicht nach Ballade und Pianomusik. Beachtet man das Line-Up an Musikern, erwartet man soliden Rock, der ins Ohr geht und der Lust auf mehr macht. Außerdem erwartet man natürlich schöne Gitarrenriffs und das ein oder andere grandiose Solo. Man erwartet es und man bekommt es. Man kann natürlich jetzt sagen, dass es schade ist, dass so Musiker nicht mal etwas experimentierfreudiger waren, weil sie im Grunde so erfolgreich bis jetzt gewesen sind, dass sie es sich erlauben könnten mit einer CD ein kleineres Publikum anzusprechen. Ist eine CD schlechter, weil man bekommt, was man erwartet? Ich denke nicht.

Das Album setzt in ganzer Linie auf Rockmusik, mal härter(„Superstar“), mal softer („Get It Down“), aber immer mit passenden Gesang von Scott. Im Ganzen passt sein Gesang sich sehr gut der Musik an. So ist er manchmal rau, fast schon „dreckig“ und dann bei anderen Liedern sehr klar. Er schafft es mit seinem Gesang die Stimmung des Liedes gut rüber zu bringen. Umso trauriger stimmt es einen, dass, falls die Band auf Tour gehen sollte, er die Songs, die so perfekt zu ihm passen, nicht präsentieren wird.

Das CD Cover ist sehr kunstvoll gestaltet und macht neugierig. Auffallend ist, dass das Symbol für Anarchismus in leicht veränderter Form quasi zum Bandlogo wurde.

 

Im Ganzen hat ART OF ANARCHY eine tolle Platte abgeliefert. Ich kann hier nichts Negatives finden. Ich bin wirklich begeistert und liebe diese CD wirklich abgöttisch und sie hat gute Chancen mein persönliches Album des Jahres zu werden. Jedes Lied ist wirklich ein Knaller und irgendwie hat sie auch sehr hohes Suchtpotential, weil einmal am Stück hören eigentlich zu wenig ist.

Wie bereits erwähnt, ist es Schade, dass diese Band nun auf Scott verzichten muss, weil, zumindest musikalisch, er hervorragend zu ART OF ANACHRY passt. Ich bin gespannt, wie es jetzt mit der Band weiter geht und ob es irgendwann ein zweites Album geben wird.

Wer soliden Rock, mit tollen Gitarrenklängen und klaren, melodischen Gesang mag, wird diese Platte lieben. Von mir eine klare Empfehlung!  

Art Of Anarchy


Cover - Art Of Anarchy Band:

Art Of Anarchy


Genre: Hard Rock
Tracks: 11
Länge: 45:25 (CD)
Label: Century Media Records
Vertrieb: Universal