Review:

Reincarnation Suite

(ART AGAINST AGONY)

ART AGAINST AGONY will keine herkömmliche Band sein. Das Kollektiv aus Stuttgart will mehrdeutig, ambivalent sein und so befinden sich auch musikferne Künstler in seinen Reihen. Bekanntermaßen, ohne dass wir die Protagonisten kennen, denn ART AGAINST AGONY zeigen sich nur mit Masken.

Meine Review zu dem neuen Werk "Reincarnation Suite" wird sich in ihrer Kernaussage, in meinem Hauptkritikpunkt kaum von dem zum Vorgängeralbum "Shiva Appredation Society" unterscheiden. Das drückt zumindest Kontinuität, wenig kommerzielles Kalkül und eine gewisse Unerschütterlichkeit oder mehr noch, die feste Überzeugung an und in ihr Konzept aus. Musikalisch begeistern, den Hörer einfangen und binden scheint nicht das primäre Ziel der Band zu sein. ART AGAINST AGONY fordern, ohne Frage, mit musikalischem Können, aber nicht leicht folgbar. Die rein instrumentalen Songs zeigen sich zuweilen verstörend, jazzig und progressiv, bestenfalls post modern rockend. Findet der Zuhörer einen ihn ansprechenden Moment, was durchaus möglich ist ("Differentiate", "Elaborate"), so kann er sicher sein, dass dieser ihm schon bald entrissen wird. Das ist zugegeben spannend, unterhält auch ein stückweit, aber - und hier bin ich wie angekündigt wieder bei meinem Punkt - eine für den Hörer nachvollziehbare Songstruktur ist nicht oder kaum vorhanden.

Musikfans, die gerne auf neuen Pfaden wandeln, anspruchsvollen Progrock, Artrock und Jazz zu ihren Vorlieben zählen, werden aber sicher bei dem Stuttgarter Kollektiv auf ihre Kosten kommen

Uns liegt das Album passend zum Artwork in einer sehr schönen grau marmorierten Vinylversion vor. Die Pressqualität ist hervorragend, die Platte wird mit einem unbedruckten, gefütterten Inner-Sleeve auf der Bandcamp-Seite von ART AGAINST AGONY angeboten: https://artagainstagony.bandcamp.com/.

Reincarnation Suite


Cover - Reincarnation Suite Band:

ART AGAINST AGONY


Genre: Progressive
Tracks: 7
Länge: 30:14 (LP)
Label: Vault Records
Vertrieb: Bandcamp