Review:

The Last Hero

(Alter Bridge)

Ein SLASH-Album und zwei TREMONTI-Alben später sollte nun das Warten für die Fans ein Ende haben: ALTER BRIDGE haben nun endlich mit „The Last Hero“ ihr fünftes Studioalbum am Start und die vorab veröffentlichten Songs klangen vielversprechend und man hofft, dass sich die lange Wartezeit gelohnt hat.

 

„The Last Hero“ besitzt 13 Songs (plus einen Bonus, der auf unserer CD-Version aber leider nicht vorhanden war) und diese kommen auf eine stolze Spieldauer von knapp 69 Minuten. Ja, hier bekommt man richtig was fürs Geld!

 

Die CD startet mit den vorab mit Video veröffentlichten Song „Show Me A Leader“, der auch die erste Single-Auskopplung war. Dieser Song ist sehr vielversprechend, und auch einer der stärksten Songs auf der Platte. Leider hält die Platte dieses Niveau nicht. „Show Me A Leader“ ist ein Song, der sofort ins Ohr geht und den man nicht mehr so schnell los wird. Alle anderen kommen an dieses Niveau leider nicht ran. Richtige Balladen gibt es keine. „My Champion“ und „You Will Be Remembered“ sind zwar deutlich langsamer als der Rest, aber so richtig balladig sind die auch nicht. Wobei „My Champion“ wohl der schwächste Song des Albums ist, wenn man die Platte als Ganzes betrachtet. Deutlich zu erkennen und positiv zu erwähnen ist, dass „The Last Hero“ rockiger, härter und ordentlich mehr Tempo hat, als die Alben davor. Auch hat Myle’s deutlich an seiner Stimme gearbeitet und singt nun in einer noch höheren Tonlage, die die SLASH-Fans wohl schon von „World On Fire“ kennen sollten. Als Gesamtwerk ist „The Last Hero“ natürlich ein gelungenes Werk, aber eben kein Meisterwerk, was man irgendwie erwartet hatte. Die Songs sind alle durchweg gelungen, und teilweise richtig schön rockig mit vielen Gitarrensoli, aber sie sind eben alle nichts Besonderes. Es ist eine typische ALTER BRIDGE Platte, die natürlich auch irgendwie von Myles einzigartigen Stimme lebt, aber mehr auch nicht. Dadurch, dass die Songs teilweise sechs Minuten und mehr lang sind, fangen einige leicht an zu nerven. ALTER BRIDGE erfinden sich nicht neu. Man bekommt das was man erwartet hat, aber leider auch nicht mehr. Sie machen da weiter, wo sie 2013 mit „The Fortress“ aufgehört haben. Wo man eigentlich auch gedacht hätte, dass Mark in einigen Songs zumindest Teile beim Singen übernehmen würde, nachdem er zwei erfolgreiche Platten mit TREMONTI veröffentlicht und auf „ The Fortress“ den Song „Waters Rising“ alleine gesungen hatte, wird man leicht enttäuscht, denn bis auf beim Hintergrundgesang, singt Myles alleine. Schade. Aber vielleicht waren die Erwartungen für diese Platte einfach auch zu hoch, besonders, nachdem sowohl „World On Fire“ von SLASH, als auch beide TREMONTI-Alben großartig waren, und man einfach jetzt dachte, dass diese Platten das alles noch toppen würde.

 

Das Warten hat sich trotzdem gelohnt, denn ALTER BRIDGE gehen einfach immer und schlecht ist die Platte nicht. Es ist nur eben kein Meisterwerk und auch nichts Außergewöhnliches. Es ist halt eine ALTER BRIDGE Platte, auf dem gleichen Niveau wie der Vorgänger auch. Man kann mit der Platte also nichts falsch machen und der ALTER BRIDGE Fan wird sie lieben.

 

 

 

 

The Last Hero


Cover - The Last Hero Band:

Alter Bridge


Genre: Metal
Tracks: 13
Länge: 68:53 (CD)
Label: Napalm Records
Vertrieb: Universal