Konzert:

SUBWAY TO SALLY - Bochum, Christuskirche

Konzert vom 20.03.2016

SUBWAY TO SALLY touren grade ausgiebig mit ihrer „Neon Ekustik Tour“ durch Deutschland. Ja, das ganze heißt „Ekustik“ und ist kein Schreibfehler meinerseits. Und Neon setzt sich aus „Neo“  und Nackt“ zusammen, also quasi eine neue „Nackt“ – Tour, nur eben anders als die „Nackt“- Tour. Bereits im Vorfeld haben SUBWAY TO SALLY kurz erklärt gehabt, was es damit eigentlich auf sich hat, aber eine richtige Vorstellung davon, was einen auf der Tour erwarten würde, hatte man nicht. Die Neugier war also groß, und was macht man um die Neugier zu stillen? – Zum Konzert gehen! Und genau das habe ich an beiden Abenden in Bochum gemacht.

 

Vorweg gesagt: Die Christuskirche in Bochum ist eigentlich immer einen Besuch wert! Ich mag sie sehr gerne für Konzerte, weil die Akustik einfach großartig ist und die Konzerte immer eine besondere Stimmung haben. Ich habe schon mehrere Konzerte dort miterlebt und war von allen restlos begeistert!

Wer jetzt denkt, dass so ein Konzert in der Kirche eine trockene Veranstaltung ist, täuscht sich gewaltig und was noch nie bei einen der „Nackt“-Touren von SUBWAY TO SALLY und konnte sich bereits da davon überzeugen, dass so eine Kirche ziemlich rocken kann, trotz dass es eher ruhigere Musik ist.

Aber zurück zur „Neon“ – Tour. Da das Konzert am 19.03.2016 bereits Wochen vorher ausverkauft war, hat man die Chance der nicht gebuchten Christuskirche genutzt und ein Zusatzkonzert für den 20.03.2016 angekündigt. Dieses Konzert war allerdings auch bis auf wenige Karten ausverkauft. Gut 1000 Leute gehen in die Kirche, für SUBWAY TO SALLY also eher ein kleines, intimes Konzert.

Als sich die Lichter der Christuskirche dimmten, kam als erstes eine schwarze Gestalt, in langen Mantel mit Kapuze und Maske, auf die Bühne und das das Konzert mit elektronischen Tönen begonnen. Diese Gestalt hatte ein bisschen was vom Sensemann, nur ohne Sense. Diese elektronischen Töne kann man schon zum Dubstep ordnen und man hatte ab dem ersten Song ein Bild davon, wie intensive diese elektronischen Töne sein würden und ob es die Lieder verfälscht oder nicht. Diese Elemente sind zwar immer wieder in den Liedern vorhanden und teilweise auch markant, so dass man sie auf keinen Fall überhören kann, aber sie waren zu keinen Zeitpunkt des Konzertes störend oder hat die sonst tollen Lieder misshandelt. Gut, Dubstep scheint immer größer zu werden und immer mehr Bands / Musiker bedienen sich daran, aber im Rahmen einer Akustiktour war es doch eine neue Erfahrung. Ich will jetzt nicht sagen, dass die Songs aufgewertet wurden, weil das trifft es nicht ganz und würde ja bedeuten, dass sie vorher schlecht waren, aber diese Elemente haben den Songs einen gewissen Pepp gegeben, einen markanten Teil, was das Konzert schon zu einen besonderen Erlebnis gemacht hat. Je nach Song waren diese Elemente stärker oder schwächer und bei einigen z.B. „Julia und die Räuber“ und „Traum Vom Tod II“ wurden sie ganz weggelassen. Insgesamt hat es aber hervorragend gepasst, auch wenn ich im Vorfeld so meine Zweifel hatte. Ich bin kein Fan von elektronischer Musik, wurde aber eines Besseren belehrt, dass es hin und wieder durchaus nett sein kann.

Auch wenn ab Mitte des Konzertes keiner im Publikum mehr auf den Stühlen gesessen hat und überall wo Platz war auch getanzt wurde, war es trotzdem ein eher ruhiges Konzert. SUBWAY TO SALLY saßen auf Stühlen und einzig Schlagzeuger Simon Michael hat sich so richtig bewegt. Auch die Outfits der Musiker waren unspektakulär und ruhig gehalten, wie es eben zu einer Akustikshow passt. Vom Licht her, gab es zwar auch kleine Effekte, besonders wenn die elektronischen Elemente zum Einsatz kamen, aber im Ganzen war es eher so Kerzenlicht-Stimmung, was gut zur Location und zu der Musik gepasst hat.

Die Songauswahl war für mich perfekt getroffen. Bei den 24 gespielten Liedern waren viele meiner persönlichen Lieblingslieder dabei. Schaut man auf die Setlist, sieht man auch, dass Songs aus 9 verschiedenen Alben gespielt wurden. Da sollte für jeden etwas dabei gewesen sein. Das Konzert ging über zwei Stunden und es gab keine Vorband.

 

Mit dieser „Neon“-Tour haben SUBWAY T SALLY wirklich etwas Herausragendes geschaffen.

Ich habe wirklich nur begeisterte Gäste getroffen und damit werde ich mit meiner Meinung, die ja nicht das Nonplusultra sein muss, bestätigt. Ich habe viele SUBWAY TO SALLY Konzerte in unterschiedlichen Locations gesehen, ich war auch bei der „Nackt II“- Tour dabei und auch das eine oder andere Festival war dabei, aber das Konzert der „Neon“-Tour hat wirklich einen bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen. Das Publikum war wirklich toll und hat richtig gut mitgemacht, die Akustik in dieser Kirche ist einfach nur Bombe und die akustischen Songs mit den elektronischen Elementen haben einfach nur begeistert. Ich hoffe sehr, dass es von dieser Tour eine Live – CD oder DVD geben wird, denn es wäre einfach schade, wenn es nur bei den Konzerten bleiben würde.

Kleiner Wermutstropfen: Ich habe die Pyroshow schon ein kleines bisschen vermisst. Allerdings muss man realistisch sein und sagen, dass das wohl bei so einer Tour nicht umsetzbar ist, ohne die Locations anzuzünden. Da Die Tour ja noch bis Ende April läuft, kann ich es nur jeden ans Herz legen, eins der Konzerte zu besuchen! Ihr mögt Akustikshows nicht? Kein Problem: Um Weihnachten rum gibt’s wieder die Eisheiligen Nächste, die wieder ein vielversprechendes Line – Up haben.

 

 

Wenn Engel hassen

Die Rose im Wasser

Verloren

Böses Erwachen

Mitgift

Schwarze Seide

Ins Dunkel

Eisblumen

Henkersbraut

Maria

Kleid aus Rosen

Unsterblich

Falscher Heiland

Traum vom Tod II

Krähenfrass

Das Rätsel II

Sieben

Tanz auf dem Vulkan

Veitstanz

Grausame Schwester

Sag dem Teufel

Ohne Liebe

Minne

Julia und die Räuber



Mehr Infos:Subway To Sally