Konzert:

POWERWOLF, ORDEN OGAN, XANDRIA - Oberhausen, Turbinenhalle

Konzert vom 02.10.2015

POWERWOLF touren durch Europa und machten in Oberhausen in der Turbinen Halle gemacht. Das Konzert war ausverkauft. Warum es nicht in die größere der beiden Hallen verlegt wurde, ist mir fraglich, denn hätte man etwas früher angefangen, wäre auch die Disco in der größeren Halle kein Problem gewesen. Wie dem auch sei...

POWERWOLF kam natürlich nicht alleine. Für Oberhausen waren XANDRIA und ORDEN OGAN dabei.

Als XANDRIA um sieben Uhr pünktlich die Bühne betraten, war die Halle schon ziemlich voll. Eine Steigerung war allerdings noch möglich! Ich hatte XANDRIA 2014 im Rahmen ihrer eigenen Tour bereits gesehen gehabt. Allerdings in einer Halle, wo kaum alle Musiker auf die Bühne passten, und mit einem Sound, der für diese Band, mit so einer großartigen Sängerin, unverantwortlich war. Ob der Tontechniker noch seinen Job hat, da bin ich mir nicht sicher. Ich war jedenfalls gespannt, wie XANDRIA auf einer deutlich größeren Bühne wirken würde und vor allem: kann man dieses Mal auch was vom Diannes Engelsgesang hören? Ich wurde sehr positiv überrascht. Der Sound in der Turbinenhalle war sehr gut, auch wenn die Abstimmung bei POWERWOF natürlich noch etwas besser war. Gesanglich kommt so schnell wohl kaum einer an Dianne ran. Dank des guten Klangs in der Halle konnte sie das auch sehr gut zeigen. Auf dieser größeren Bühne kommt XANDRIA erst richtig zur Geltung und die Musiker konnten sich auch mal bewegen. Dianne hat eine sehr starke, positive Ausstrahlung und sie hat immer wieder versucht mit dem Publikum in Kontakt zu treten. Wirklich gelungen ist ihr das leider nicht, was aber wohl weniger an sie lag, sondern einfach daran, dass es noch recht früh war und der Abend lang werden würde. Man musste die Kräfte schließlich einteilen. Ein bisschen schade bei den Auftritt war eigentlich, dass die Lichtshow sehr dunkel gehalten war. Da hat XANDRIA so eine hübsche Sängerin und schenkt ihr keinen Lichtstrahler, damit die Leute nicht ihr Ihre wundervolle Stimme hören, sondern auch ihr hübsches Gesicht und ihr tolles Outfit sehen können. Aber wie dem auch sei, für mich war es ein sehr gelungener Einstieg in diesen Konzertabend.

 

 

 

 

Es folgte ein Blitzumbau und ORDEN OGAN betraten die Bühne. Es hat sich mittlerweile auch bis in die letzte Ecke gefüllt! Man hatte den Eindruck, dass die Menge nur auf diese Band gewartet hat. Von der ersten bis zur letzten Minute des Konzertes haben Menge und ORDEN OGAN eine große Party gefeiert. Sehr eindrucksvoll vier große Herren auf der Bühne in einer Art Wikinger Kluft. Da muss wirkt vielleicht ein bisschen mehr als eine Goldstimme. Allerdings hatte ich auch das Gefühl, das deutlich mehr ORDEN OGAN Fans in der Halle waren, als von XANDRIA. Die vier Jungs kamen sehr sympathisch rüber und man hat ihnen auch angesehen, dass sie jede Menge Spaß auf der Bühne hatten, die sie auch ans Publikum weiter gaben. Immer wieder wurde mit der Menge gesprochen, immer wieder gab es Fäuste, die zur Decke gestreckt wurden. Alle hatten eine Menge Spaß und POWERWOLF hätte wohl keinen besseren Stimmungsmacher vor Ihrer eigenen Show finden können.

 

 

 

 

Ein längere Umbau und eine etwas sehr lange Wartezeit folgten bis POWERWOLF die Bühne betraten. Bühne? Auch wenn es natürlich eine Bühne war, so hatte es auch ein bisschen was von einem Altar in der Kirche. Wundert einen aber eher weniger, da POWERWOLF in ihren Texten das Thema Christentum immer wieder aufnehmen.

Diese Band wirkt schon sehr extrem mit ihrem Erscheinungsbild. In Kombination mit dem Bühnenbild weiß man gar nicht, wo man zuerst hingucken soll. Den Augen wird einiges geboten. Zum Bühnenbild, mit Musikern, kommt eine dazu hervorragend abgestimmte Lichtshow. Das ist schon Wahnsinn. Sehr toll waren auch die mit lichtdurchfluteten Erhöhungen für die Gitarristen, wo an den Seiten zusätzlich Ventilatoren standen, damit der Effekt durch wehendes Haar verstärkt wird. Das macht schon Eindruck. Besonders in Kombination zu den geschminkten Gesichtern. Der Klang in der Turbinenhalle war bei POWERWOLF glasklar und ich fand Attilas Gesang hier noch besser als auf CD. Ja, der gute Attila – ein Thema für sich. Mächtig in seiner Erscheinung mit einen Wahnsinns stimmlichen Organ, der immer wieder mit den Fans kommuniziert hat. Immer wieder kleine Spielchen, immer wieder kleine, witzige Anekdoten, was wohl auch das kleine I-Pünktchen des Konzertes war. Nicht zu vergessen wäre auch noch der liebe Falk an der Orgel. Für mich persönlich so das kleine Highlight der Show. Immer wieder ist er hinter seiner Orgel hervor gekommen, um den Kontakt mit der Menge zu suchen. Mit seinem Anzug sah er etwas aus wie ein Pantomime. Da er kein Mikro hatte, machten seine Anweisungen dieses Bild perfekt. Sehr sympathisch. Die POWERWOLF-Show als Ganzes kann man nicht nur als reines Konzert bezeichnen. Es hatte etwas von einen modernen Gottesdienst, der mit Theater, Comedy und Pantomime untermischt war. Es wurden zwar nur 16 Lieder gespielt, davon ein fairer Mix aus den letzten 3 Alben, ein Schlagzeugsolo und paar einzelne Lieder aus älteren Alben, aber dennoch hatte das Konzert mit gut 2 Stunden eine ordentliche Länge.

 

Als Gesamtpaket war der Abend wirklich perfekt. Alle drei Bands haben eine super Show geliefert und ich hab mich zu jeder Minute sehr gut unterhalten gefühlt.  Ich fand die Zusammenstellung der Bands auch sehr gelungen, da sie alle musikalisch doch ähnlich waren. POWERWOLF waren natürlich der krönende Abschluss mit einer absolut genialen Show, die nicht nur musikalisch, sondern auch in der gesamten Erscheinung voll und ganz überzeugt hat. POWERWOLF touren noch bis November, wer also noch keine Tickets hat und nun auf doch denkt, dass das gefallen könnte, sollte sich beeilen, denn einige Konzerte sind bereits ausverkauft. Alle, die bereits Tickets haben, wünsche ich genauso viel Spaß, wie ich ihn hatte!

 

Blessed & Possessed

Coleus Sanctus

Amen & Attack

Cardinal Sin

Army of the Night

Resurrection by Erection

Armata Strigoi

Drum Solo

Dead Boys Don't Cry

Let There Be Night

Werewolves of Armenia

In the Name of God (Deus Vult)

We Drink Your Blood

Lupus Die

Zugabe:

Sanctified With Dynamite

Kreuzfeuer

All We Need Is Blood

 

 

 



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