Review:

Urban Hymns - 20th Anniversary Editions

(The Verve)

Mit „Urban Hymns” erschien am 29. September 1997 das kommerziell erfolgreichste Album der britischen Band THE VERVE: Nach ihren beiden erfolgreichen, aber durchaus kritisierten ersten beiden Alben schien THE VERVE schon am Ende. Sänger Richard Ashcroft verließ die Band, kam dann aber wieder zurück – dafür hielt Gitarrist Nick McCabe erstmal Abstand zu THE VERVE. Ende 1996 spielte McCabe aber dann doch (zum Teil im Nachhinein) die Gitarrenspuren zu „Urban Hymns“ ein. Gehalten hat das Ganze dann doch nur für dieses überragende Album und der anschließenden Tour; im April 1999 war THE VERVE dann Geschichte.

Aber all die Spannungen schienen dem Album nicht geschadet zu haben. Denn die Mischung aus Balladen, Britpop und Stadion-Hymnen ging steil und konnte nicht nur die Fans der Band, sondern auch Kritikerlob einheimsen. Die Single „Bitter Sweet Symphony“ war dabei der Türöffner und ein Song, den man Anno 1997 und 98 kaum aus dem Ohr, respektive aus dem Airplay der Radiostationen weltweit herauskriegte. Zwei Nominierungen für den Grammy, und basierend auf dem genialen Streicherarrangement die Grundlage dessen, was man heute als anspruchsvolle britische Rock- und Popmusik bezeichnet (u.a. COLDPLAY, TRAVIS, MUSE, usw.) dürfen THE VERVE dabei für sich verbuchen. Mit dem einzigen Nummer-1-Hit der Band „The Drugs Don't Work” (zeitloser Song mit überragender Gesangsleistung) und dem ebenfalls balladesken, fast ebenso faszinierendem „Lucky Man“ bietet „Urban Hymns“ weiteres must-have-Futter. THE VERVE weben auf dem Album durchweg feinfühlige Melodien und Ohrwurmrefrains in ihren Klangteppich ein und vermeiden dabei jeglichen Anflug der Anbiederung – einfach klasse. Und wer neben eben jenen gerade genannten Klassensongs (da darf man auch noch das bedächtigere „Sonnet“ dazuzählen) es auch mal etwas lauter mag, der findet mit „The Rolling People“ und „Come On“ auch rockigere Stücke welche die „alten“ THE VERVE gut repräsentieren. THE VERVE standen damit auf der Pole Position der britischen Rockmusik – das sie daraus nichts machten wurde ja bereits Eingangs erwähnt.

Die „Urban Hymns - 20th Anniversary Editions” kommt entsprechend in reichlich verschiedenen CD- und Vinyl-Versionen, sowie diversen aufwändigen Box-Sets daher; die Songs natürlich remastert, das Booklet mit neuen Pics und Interviews mit den Musikern. Die Bonus-CD der uns vorliegenden 2-CD-Version enthält 11 Tracks vom bisher unveröffentlichten Haigh Hall Konzert (24. Mai 1998) und 3 weitere Live-Tracks aus den Jahren 1997/98 (siehe Trackliste unten) welche hörbar die Livequalität der Songs und der Band gut rüberbringt. Alles in allem eine passende Sache.

 

CD1

1. Bitter Sweet Symphony

2. Sonnet

3. The Rolling People

4. The Drugs Don't Work

5. Catching the Butterfly

6. Neon Wilderness

7. Space and Time

8. Weeping Willow

9. Lucky Man

10. One Day

11. This Time

12. Velvet Morning

13. Come On

 

CD2 – Live 1997/98 – BISHER UNVERÖFFENTLICHT

Tracks 1-11 vom Haigh Hall Konzert – 24. Mai 1998

1. This Is Music

2. Space and Time

3. Catching the Butterfly

4. Sonnet

5. The Rolling People

6. Weeping Willow

7. The Drugs Don't Work

8. Lucky Man

9. Life's an Ocean

10. Velvet Morning

11. Bitter Sweet Symphony

12. A New Decade - Washington DC 9.30 Club (3/11/97)

13. History - Brixton Academy (16/1/98

14. Slide Away – Manchester Academy (11/8/97)

Urban Hymns - 20th Anniversary Editions


Cover - Urban Hymns - 20th Anniversary Editions Band:

The Verve


Genre: Alternative
Tracks: 13 + 14
Länge: 155:0 (2-CD)
Label: Virgin EMI
Vertrieb: Universal Music
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