Review:

Villa

(Nap)

Mit NAP erscheint eine vielversprechende Band auf der Bildfläche des Psychedelic Rock. Das Trio aus dem norddeutschen Oldenburg hat sein Debüt in DIY-Manier in der titelgebenden „Villa“, die gleichzeitig auch als Wohnung und Proberaum fungiert, selbst aufgenommen und produziert. Acht Songs zwischen dreieinhalb und acht Minuten sind dabei entstanden, NAP lassen sich gerne Zeit in ihrer Musik.

Die Stücke sind größtenteils instrumental gehalten, nur vereinzelt setzt der Gesang noch einen oben drauf. Es wird psychedelisch und heavy gerockt, mal geht es dabei in Richtung Doom, mal auch in Richtung Stoner, gelegentlich auch mit einer leichten Noise-Kante. In Songs wie „Duna“ oder „Xurf“ macht sich auch immer wieder ein Surf-Rock-Einschlag bemerkbar, der sich erstaunlicherweise bestens in das übrige Material einfügt. Die spannungsvoll aufgebauten Stücke warten immer wieder mit überraschenden Wendungen auf, lassen auch Spielraum für Jam-Parts und spacig-atmosphärische Passagen, und trotz der durchwegs düsteren Stimmung besitzen sie oft auch etwas Verspieltes.

NAP zeigen auf ihrem Debüt, wie spannungsgeladen (fast vollständig) instrumentale Rock-Musik klingen kann. Langweilig wird es dabei nie, ganz im Gegenteil – immer wieder reißen sie einen mit sich, egal, ob sie durch die tiefen Erdschichten pflügen oder in den Weltraum abheben.

 

 

 

Villa


Cover - Villa Band:

Nap


Genre: Rock
Tracks: 8
Länge: 43:1 (CD)
Label: Noisolution
Vertrieb: Soulfood
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