Review:

Catacombs

(Atomwinter)

TIPP

Bereits mit ihrem selbstbetitelten 2010er Demo konnten die Göttinger Death Metaller einigen Staub in der Szene aufwirbeln, aber dabei sollte es zum Glück nicht bleiben: "Catacombs", der inzwischen dritte Streich des Quartetts, reiht sich nahtlos hinter den beiden starken Vorgängern "Atomic Death Metal" (2012) und "Iron Flesh" (2015) ein und fährt einmal mehr das volle Old-School-Brett im Stil solcher (europäischen) Größen wie ASPHYX, GOREFEST zu "False"-Zeiten, SINISTER oder MORGOTH zu "Cursed"-Zeiten auf. Steriles Hightech-Vollgas-Geknatter und zuckersüße melodische Einsprengsel sucht man auf "Catacombs" vergeblich, und Ex-THE-ATMOSFEAR-Grunzer Oliver "Olle" Holzschneider, schon vor über 15 Jahren auf der Bühne eine Frontsau par excellence, hat sich endgültig als exquisiter Vorgrunzer bei ATOMWINTER etabliert. Abgerundet wird das Album durch mit simpel-effektiven Riffs versehene Kompositionen wie den Ohrwurm und Titelsong (Achtung, "misheard lyrics" im Refrain: "Da Da Da"!), "Sadistic Intent", "Ancient Rites", "Carved In Stone", "Necromancer" (coole doomige Parts im Mittelteil!) oder das abschließende, fast überlange "Funeral Of Flesh". Einen echten Ausfall muss man auf "Catacombs" mit der Lupe suchen, auch wenn das Songwriting insgesamt noch einen Tick treffsicherer sein könnte. Nichtsdestotrotz geht dieses Werk als sehr gelungene Angelegenheit durch, die Todesmetaller ohne großen Bock auf Firlefanz problemlos glücklich machen sollte.

Catacombs


Cover - Catacombs Band:

Atomwinter


Genre: Death Metal
Tracks: 10
Länge: 39:58 (CD)
Label: Trollzorn
Vertrieb: Soulfood & AFM Records
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