Review:

Arakadabra

(Arakain)

TIPP

Seit fast 35 Jahren sind ARAKAIN die führende Metal Band Tschechiens. In dieser Zeit haben die Mannen ihren Sound ein ums andere Mal modifiziert und modernisiert. Aber ARAKAIN gelang es eigentlich zu jedem Zeitpunkt aktuell und relevant zu sein, ohne dass sie ihre Roots vergessen hätten. Und so ist auch „Arakadabra“ ein Werk geworden, dass das Melodieverständnis der 80er mit einem knallharten und äußerst modernen Power Metal Brett verschmilzt, welches in dieser Form nicht viele Bands hinbekommen. Es ist faszinierend zu sehen mit welchem Elan und Biss ARAKAIN nach über drei Dekaden zu Werke gehen. Im direkten Vergleich mit dem 2014er Vorgänger „Adrenalinum“ klingt das neue Album einerseits heftiger, andererseits aber noch vielschichtiger. Was zur Folge hat, dass bei 65 Minuten Spielzeit eigentlich keine Längen vorhanden sind. Bei Knallern wie „Král Slunce“, „No Stres“, „Stroj“ oder „Velkej Je Svět“ treten die Thrash Roots ARAKAINs stärker hervor als zuletzt. „Kazatel“ und „Nero“ erinnern an eine aufgepimpte Version ihres 90er Sounds und „Peklo“, „Arakadabra“ und „Insomnie“ sind Paradebeispiele dafür, dass modernes Riffing und Hooklines keinen Widerspruch bilden. Mit „Nenávidím“ und „Ve Vlasech Tvých“ zeigen ARAKAIN, dass sie auch sanfter können und präsentieren partiell balladeske Klänge weitab jedweden Kitsches. Dass Honza nach wie vor in seiner Muttersprache singt, passt zu 100 % zu den klischeefreien Power Hymnen ARAKAINs und sollte niemanden, der auf modernen Power Metal ohne Drachen und Magier steht, davon abhalten sich mit dem neuen Album ARAKAINs zu beschäftigen. Wer also z.B. NEVERMORE hinterhertrauert, der sollte den Tschechen eine Chance geben.   

Arakadabra


Cover - Arakadabra Band:

Arakain


Genre: Power Metal
Tracks: 16
Länge: 65:53 (CD)
Label: 2P Production
Vertrieb: Import
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