Review

Tribe After Tribe - M.O.A.B.
 
Rock
 
Label
Vertrieb
Zeit
Tracks
Rodeostar Records
SPV
66:28 min
16


 

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Normal gilt es ja schon als “Weltmusik”, wenn irgendeine Rockband den regulären Instrumenten noch eine chinesische Harfe, ein peruanisches Waschbrett oder eine isländische Blechtrommel hinzufügt. Aber eine der ganz wenigen Bands, die diesen Begriff noch nicht in die Lächerlichkeit geführt haben, sind TRIBE AFTER TRIBE, bzw. Robbi Robb nebst Band. Kollege Hardy hat in seinem Review zum Vorgänger „Enchanted Entrance“ bereits das Wichtigste zum Schaffen des umtriebigen Südafrikaners geschildert; ich belasse es hier bei der Anmerkung, dass Robbi Robb neben seinen hohen, weit gefächerten musikalischen Ansprüchen zu den ganz wenigen Künstlern gehört, die wirklich eine humanistische Message transportieren, die weit, weit über die typischen „Habt Euch alle lieb und rettet die Wale!“-Plattitüden diverser Pseudo-Weltschmerz-Empfinder hinausgeht. Das neue Werk „M.O.A.B.“, für das Robbi nebst einem knappen Dutzend anderer Musiker auch wieder ARMORED SAINT-Basser Joey Vera am Bass gewinnen konnte, ist wieder eine sowohl musikalisch wie auch textlich sehr vielschichtige Angelegenheit geworden, wobei Robbi gerne viel Interpretationsspielraum freigibt. So steht „M.O.A.B.“ wahlweise für die Wüste, durch die Moses mit seinem Volk den Exodus vollzog, aber auch für Saddam´s „Mother Of All Battles“ oder die amerikanische Variante „Mother Of All Bombs“. Von Rock über Funk, Percussion-Experimente, sphärische Soundeinlagen bis hin zu Blues und kleinen Reggae-Einschüben ist alles erlaubt, was 30 und mehr Jahre an handgemachter Musik hergeben, wobei auf echte Headbanger verzichtet wird (das gitarrenlastige „Holy City Warrior“ kommt dem noch am nächsten). Das Album funktioniert am Besten am Stück, wobei sich nach ein paar Durchläufen echte Ohrwürmer entpuppen, wie etwa die relaxte Hymne „Burning Bush“ oder das obergeile, treibende „Chiron“. „M.O.A.B.“ ist wieder nichts für Krachfetischisten, sondern für Detailliebhaber, die hier eine saustarke Platte vorfinden, die aber ruhig noch den einen oder anderen Megahit vertragen hätte. TRIBE AFTER TRIBE bleiben aber auf jeden Fall eine echte Bereicherung für die Musikwelt! (do)
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Reviews
 
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(am 28.05.2006 von memme)
 
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