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Seit seinem letzten auf einem ordentlichen Label erschienen und in Plattenläden erhältlichen Album "Died Laughing" sind 8 Jahre ins Land gegangen. Damals nahmen Viele dem kleinen Sänger der großen LIFE OF AGONY die poppigen Töne übel, Andere waren hingegen offen für Veränderungen und entsprechend begeistert von den großartigen Songs. Und heute? Anno 2008 klingt KEITH CAPUTO noch relaxter, seine Homepage verkündet "Dreamy music for dreamy people", gerade mal zwei der stets doppelt betitelten Songs sind lauter, energischer, bissiger Rock ("Troubles Down" und "Devils Pride"). Die Masse der Stücke ist balladesk, ruhgier Singer-Songwriter Stoff, eindringlich, emotional geladen und einfühlsam. Kaum ein Ansatzpunkt für die alten LOA-Fans, aber eine dennoch mitreißende und bewegende Platte, die in die Seelenwelt des Wahl-Amsterdamers entführt, wo Lautstärke nichts gilt und es eine Stärke ist, zu seinen Schwächen zu stehen. Caputos Band sind dabei ein paar Kumpels aus Holland, aber der eine oder andere Gastmusiker hat es auch hier auf die CD geschafft, allen voran der RED HOT CHILI PEPPERS - Basser Flea, der zum wohl chilligsten Stück "Bleed For Something Beautiful" an der Trompete (!) brilliert. Anspieltipps sind das super-eingängige "Silver Candy" oder der Opener "Crawling", beide erinnern stark an den Stil des Debuts, mein persönlicher Favorit dagegen ist das hypnotisch-psychotische Klavierstück "Got Monsters".
Fazit: Wenn es mal wieder sehr ruhig sein darf, dann ist AFFHS genau die richtige Scheibe. Für Fans von COLDPLAY, KATIE MELUA und alle anderen Kuschelrocker, nichts zum Autofahren in der Nacht, aber zum Relaxen in der Badewanne, zum Kuscheln, zum nebenbei Hören, zum traurig sein alleine oder zu zweit. Dabei strahlt vor allem Caputos Gesang eine wunderbare, einlullende Wärme aus, eine Magie, der man sich schwer entziehen kann. Kaum metal-kompatibel, aber dennoch bärenstark. (mono)
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