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Knüppel aus dem Sack! Was Knecht Ruprecht heuer mitbringt, ist ja wirklich ein Lichtblick, ein Blitz am grauen Thrashhimmel. Wobei Waldemar Sorychtas neue Band ENEMY OF THE SUN zunächst einmal sehr vielschichtig ist, die Kategorie Thrash soll hier nur eine Grundausrichtung sein. Denn statt lupenreinem Geholze gibt es von Akkustik über Groove bis Deathgeboller, von Streichern bis zum mitgrölbaren Chorus alles, was das Metallerherz begehrt. Melodische ARCH ENEMY Momente, Abgedrehtheit wie bei SYSTEM OF A DOWN (minus deren spätpubertäre Albernheit), hier noch spanische Gitarren, da ein Killerriff, das wieder an die auf Eis gelegten GRIP INC erinnert. Schon der Opener "Emptiness" hat nur ungefähr zehn Sekunden gebraucht, um mich wegzupusten, was für ein Brett! TESTAMENT hätten es nicht besser machen können. Höre ich irgendwo THE HAUNTED? Klar, auch dabei. Dazu ein sehr variantenreicher Gesang, dessen Spanne nicht nur Aggression beinhaltet, faszinierend - man möchte innehalten und staunen, wenn man denn ruhigbleiben könnte bei dieser mitreißenden Mischung. Sorychta und Band loten hier einfach mal die Extreme aus, man ist sich für kein Experiment zu fein, solange es nicht halbherzig ist. Bei den zahlreichen Breaks bleibt bei aller Intensität gerne mal noch Luft für Sperenzchen, wie es STRAPPING YOUNG LAD auch gerne mal tun. Dazu ist ein mächtiger, warmer, druckvoller Sound Ehrensache für Meister Waldemar.
Vielleicht lehne ich mich etwas zu weit aus dem Fenster, aber mit etwas Glück sind EOTS das fehlende Glied in der Metalkette, die Konsensband, mit der vom SLIPKNOT-Fan bis zum Treumetaller, vom Syssem-Zappelkid bis zum SLAYER-Mosher, vom Metalcoreler bis zum Neothrasher alle glücklich werden können. Mich persönlich beeindruckt diese Bandbreite und Intensität zutiefst, ich verneige mich vor ENEMY OF THE SUN - und wo die Rübe schon mal unten ist, bange ich gleich weiter... (mono)
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