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Wir schreiben das Jahr 1878. In einem Paralleluniversum kämpfen die beiden Clans Gibson und Fender um die Vorherrschaft ihrer Stromgitarren und ein kleiner Marschall namens Jim verdient sich eine goldene Nase mit dem Verkauf seiner Verstärker und Boxen. Und so reiten die Cowboys begleitet vom sanften Dröhnen der elektrischen Gitarren in den Sonnenuntergang. Sollte diese Universum jemals verfilmt werden, dann würden die SUPERSUCKERS den perfekten Soundtrack liefern. Der Titeltrack kommt mächtig ´laid back´ daher, trieft vor Blues und plötzlich sitzt man nicht auf dem heimischen Schreibtischstuhl, sondern sitzt breitbeinig im Sattel und lässt sich von den Bewegungen seines Pferdes sanft durch schaukeln. In Gedanken ist man schon im Puff in der nächsten Stadt, weit weg von Frau oder Freundin. "Breaking Honey´s Hear", well, so ist das Country-Leben, da kann man schon mal schwermütig werden und sich das schlechte Gewissen ummalt von Mundharmonika und akkustischer Gitarre von Seele singen. Aber wie heißt es so schön: "I Like It All, Man". Dreckig, roh und kurz, genauer gesagt 1:37. Zeit weiter zu reiten. "Here I Am", on my way, down another road I have paved. Da wächst einem fast schon ein bisschen der Irokese aus dem Kopf. Gut, dass wir ´nen fetten Cowboyhut aufhaben. Irgendwann ist der Arsch dann wund gescheuert und die Beine verkrampft. "Roadworn And Weary" lassen wir den Abend ausklingen und lauschen den SUPERSUCKERS beim abrocken bis sie uns mit der Bluesnummer "Creepy Jackalope Eye" aus dem Saloon kehren. Wer schon immer mal den Cowboy in sich entdecken wollte, sich aber mit dem üblichen Countryschmonz nicht anfreunden kann, wird bei "Paid" bestens bedient. Blues, Country, etwas Punk und vor allem Rock´N´Roll. Nur etwas kurz ist das Ganze. Aber laut Band soll wie in den guten alten 50ern
nach einigen EP´s eine reguläre CD mit den besten Songs und einigen Neuaufnahmen am Horizont warten. (goofy)
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