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"More red lights! Is everyone ready?", mit diesen Worten startet KEITH CAPUTO sein zweites, selbst produziertes Solowerk. Und tatsächlich, es kommt sofort eine Art vertraulich verräucherte Konzertstimmung auf. Im Vordergrund, natürlich, Keith´s Stimme, die Instrumente halten sich begleitend im Hintergrund. Aufgrund seiner Lieblings-Vatti-Mutti-Thematik ist es ja nicht verwunderlich, dass Song Nr.1 auf den Namen "Mother" hört. Und ebenso selbstverständlich zieht sich sein Wehklagen durch alle Songs. Das Lamentieren ist zwar auf ein erträgliches Maß reduziert, ja Keith beginnt sogar in "Lamb To The Slaughter" richtig zu rocken. Doch früher, als gute Dinge noch aus Holz waren und Keith mit "Died Laughing" zeigte, wie herrlich poppige Melancholie à la "Home" schmecken kann, hatten seine Songs einfach mehr Schmiss. Nicht, dass es solche Songs heute nicht gibt, das große "Livin´ The Blues" ist das beste Beispiel. Doch einige schleichen etwas zu zaghaft und mit angezogener Handbremse umher, mit Riffattacken ist natürlich nicht zu rechnen. Da Keith viel Zeit in Amsterdam verbringt verwundert der holländische Titel "Droom Kleuren" nicht, der wohl so viel wie "Traumfarben" bedeutet und in ganzer Linie an den guten lyrischen NICK CAVE erinnert. Ein äußerst zauberhafter Song. Es geht aber auch, sofern man dieses Wort in einem Satz mit Caputo nennen kann, fröhlicher zu, "Monkey" z.B. wird schnell mit COLDPLAY assoziiert. Auf das anstrengende Einschubstück "How Happy is this Heart of Mine" hätte man pfeifen können, trotzdem ist dieses Album voll gestopft mit melancholischen, präzisen und sachverständig komponierten Songs, die sogar den ausgewachsenen Mann ergreifen. Dieses Lagerfeuer aus flammend züngelnden Kompositionen und glühender Melancholie verspricht Wärme und Entspannung für Körper und Seele. (sk)
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