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"Religion is hate, religion is fear, religion is war, religion is rape, religion´s obscene, religion´s a whore” - der vorab veröffentlichte und erstklassige Song "Cult" der wieder erstarkten Legende SLAYER bringt nicht nur die Kernaussage des allgemeinen, globalen Miteinanders auf den Punkt, sondern steht durch die spätere Textzeile "I´ve made my choice, six six six" auch kurz und knapp für die alle Konventionen ablehnende Bandphilosophie. Natürlich kann man, ähnlich wie bei Maiden, kein Album der Mega - Thrasher mit objektiven Maßstäben messen, doch man kann abschätzen, ob sich die Band für den Einzelnen in eine positive Richtung bewegt hat oder nicht. In meinem Fall ganz klar: ja!!! Um es kurz zu machen: "Christ Illusion" ist ohne Übertreibung das beste SLAYER - Album seit "Seasons In The Abyss", weil sich Tom Araya, Kerry King, Jeff Hannemann und Rückkehrer Dave Lombardo, dessen Maulsperren - Power - Drumming wie in alten Tagen bollert, endlich wieder auf das besinnen, was diese Band von jeher zur Ausnahme machte: die beste Rhythmusarbeit der Welt, unglaubliche Gitarrenduelle und Soli und die unbändige Aggressivität, der man sich in Kombination mit den überragenden technischen Fähigkeiten einfach nicht entziehen kann. Songs wie die geniale Hymne "Flesh Storm", der Monstergroover "Skeleton Christ", das wahnsinnig nach vorne peitschende "Eyes Of The Insane", das schleppende "Catatonic" oder die Abrissbirne "Supremist" versprühen einfach gnadenlose Energie und nicht zuletzt den Hass, den viele "Schüler" von SLAYER zwar predigen, aber niemals umsetzen können. Massig Kritik wird es sicher für das sehr gelungene, verstörende Cover - Artwork geben, das einen verkrüppelten, sterbenden Jesus inmitten von Bomben und Kadavern zeigt, was demnächst sicher den einen oder anderen Religionsunterricht unterhaltsam bereichern dürfte, aber genau diese perfekt umgesetzte Mischung aus zynischer Respektlosigkeit und kaltem, nihilistisch geprägtem Realismus macht SLAYER so wertvoll - und "Christ Illusion" zu einem Album, über das sich hoffentlich viele Menschen echauffieren werden - ganz im Sinne der Sache. Kurzum: ein absolutes Meisterwerk!!! (do)
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Kommentare
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Die Scheibe kommt nicht mal an die Diabolus in Musica ran. Da ändert weder Dave Lombardo noch das old-schoolige Artwork was dran. Die Songs sind bis auf wenige Ausnahmen schlicht scheisse.
- Aslam <dissect@web.de>
(20.09.2006)
ich seh's genau andersrum...
- lh (20.09.2006)
"Die beste Rhytmus arbeit der Welt!" :D:D
Was sollen diese VÖLLIG unangebrachten Lobeshymnen auf diesen völlig überschätzten, rein-konventionellen Drummer? Ich glaube fast, jeder Rezensent hört beim Namen "Lombardo" Dinge aus den Drum-Lines raus die da nicht vorhanden sind.
Sein Druming ist in KEINSTER Weise das, wofür es soviele Leute halten. Allein Uwe Werning von Dew-Scented schießt den Sack doch in den Boden. (Und ihr wisst, dass es noch WEITAUS krassere Metal-Drummer gibt!)
So viel dazu: Ansonsten gibbet an der Slayer Scheibe nichts auszusetzen. Alles beim Alten.
Aber bitte liebe Rezensenten: Denkt mal nach bevor ihr der Sicherheit-halber (weil jeder es tut) irgendwelche Leute in den Himmel lobt...
- Header (20.09.2006)
Ich meine damit nicht nur den Drummer, sondern die gesamte Band. Auch ein Bassist ist für den Rhythmus zuständig, und eine Rhythmusgitarre is´ auch was Feines...
- do (20.09.2006)
Weiß gar nicht, was Ihr wollt. Die Scheibe ist der Killer! So straight und brutal waren SLAYER seit über 15 Jahren nicht mehr. Dave Lombardo ist Gott!!!
- Jan <janwestenfelder@gmx.de>
(21.09.2006)
Also dass Cover is doch einfach nur Müll, geschmacklos und pseudo ketzerisch!
- Maio <maio@metal-inside.de>
(22.09.2006)
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