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Satte drei Jahre nach ihrem letzten Album "34CE" kommen UNDERTOW mit einem neuen Longplayer aus dem Schuh. Mit Rainer Pflanz als Neuzugang an den Drums legt das Trio wieder ein schön brachiales Stück Musik vor. Die Verschnaufpause hat den Jungs wohl ziemlich gut getan, denn "Milgram" hört sich verdammt nach Frischzellenkur an. Nicht wegzudiskutieren ist jedoch die Stimme von Joschi, die immer noch verdammt stark an Kirk Windstein erinnert, dennoch kommt die Band immer mehr hinter dem Schatten, der stets zum Vergleich herangezogenen CROWBAR, hervor und gibt sich nicht nur schleppendem Doom Core hin, sondern tritt auch schon mal das Gaspedal durch, was den Schwaben gut zu Gesicht steht. Gleich zu Anfang wird man diesbezüglich bei den ersten beiden Songs schnell hellhörig.
"Homemade Funeral" ist als lupenreiner Doomer herauszuheben, ebenso wie der Track "Two Fingers", bei welchem Sänger Joschi von einer weiblichen Stimme unterstützt wird und durch sein Wechselspiel aus harten und softeren Passagen zu begeistern weiß.
Auch vor einer Ballade schreckt man im Hause UNDERTOW nicht zurück und in Form von "This Is The Worst Day …Since Yesterday" geht das auch voll in Ordnung.
Die Scheibe besticht insgesamt durch ihr Abwechslungsreichtum und kommt erneut ohne auch nur ein einziges Gitarrensolo daher, was nicht weiter tragisch ist. UNDERTOW setzen auf gutes und richtig platziertes Riffing und das ist auch gut so!
Der fette Sound des Silberlings tut sein übriges und rückt die Songs ins richtige Licht, da gibt’s nix zu meckern.
Auf dem gelungenen Cover gilt es auch den neuen Schriftzug zu bestaunen, welcher um einiges besser rüberkommt als der alte.
Wer die Jungs auf ihrer kürzlich absolvierten Tour mit PRO-PAIN verpasst hat, sollte sich nicht entgehen lassen, sie auf einem Festival in diesem schönen Sommer zu erwischen!
(chris)
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