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Aufmerksam wurde ich auf die fünfköpfige Band vom Niederrhein durch ihren inhaltlich vollgepackten Flyer, der bei einem Underground Event im heimischen Mönchengladbach auslag. Da heißt es nämlich, dass auf der mir nun vorliegenden CD "agressive & melodic, fast & slow, powerful & orchestral dark music somewhere between the wide spaces of Death-, Black-, Thrash-, Doom- and Power-Metal" geboten wird. Klingt etwas übertrieben und kaum vorstellbar, oder? Und nach kurzem Studium von "Loss Of Light" kann ich diese Annahme auch bestätigen. Attribute wie "powerful" und "Thrash-", "Doom-" und "Power-Metal" würde ich streichen, denn damit kann die ca. 38 minütige CD nicht aufwarten. Vielmehr bietet sie eine recht düstere Melange aus Dark- und Black Metal, welche vor allem durch ihre orchestrale Keyboarduntermalung dominiert wird. Diese Dominanz hat den Vorteil, dass "Loss Of Light" recht tief, dunkel und verträumt klingt, leider aber auch die anderen Instrumente von den Synthiklängen verschluckt werden und man nur noch bedingt von Metal reden kann. Gitarre und Schlagzeug sind nur schwer auszumachen, was sehr schade ist, denn wenn man die Sechssaiten einmal durchschimmern hört, gewinnt die Musik direkt wieder an Aggressivität und Vielfalt. Der klinische Sound wird dadurch verstärkt, dass auch beim Gesang stark nachgeholfen wurde. Dies finde ich gerade bei einem Undergroundact etwas schade, weil ich hier etwas mehr Ehrlichkeit und Natürlichkeit erwarten würde. Andererseits passen die von Effekten geprägten Vocals sich dem technischen Gesamtsound gut an und lassen diese idealistische Kritik als verschwindend gering erscheinen. Dennoch sollte man beim nächsten Output etwas auf den Klang des Silberlings achten, denn mehr Transparenz und auch Gleichgewicht bei den Instrumenten hätte dazu geführt, dass sicherlich das eine oder andere Label auf die Musik aufmerksam geworden wäre. Und ich hätte mich sicherlich aufgrund der wirklich erstklassigen Songs zu einem euphorischeren Urteil durchringen können. 14,- DM (inkl. P+V) sind aber beinahe geschenkt für den "Dark Metal Opus" von MIDWINTER. (dj)
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