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Das hat wohl keiner in der Form erwartet: nach dem letzten, eher experimentell und durchwachsenem Album "All For You", schlägt Jeff Waters mit einer Keule zurück, die ihren Namen wahrlich verdient hat. "Schizo Deluxe" ist Wahnsinn, ein in der Tat vollkommen durchgedrehtes, verrücktes Album, eine emotionale Achterbahnfahrt, die sich in großen Teilen an der glorreichen Frühphase von ANNIHILATOR orientiert aber auch modernere, Genre-übergreifende Elemente aufweist. Den Anfang macht der Midtempo Groover "Maximum Satan", der mit einem derben Megariff beginnt und schlussendlich in derben Aggro-Vocals von Dave Padden endet. Brutalität hoch drei! "Drive" ist dann eine typische, pfeilschnelle Jeff Waters Power Thrash Nummer, die keine Gefangenen macht. Auch hier zeigt sich, dass Dave, auch bedingt durch die Tatsache, dass ihm Waters mehr Freiräume gegeben hat, enorme Fortschritte gemacht hat und sein Organ nun wesentlich effektiver einzubringen weiß. Mit "Warbird folgt ein überragender Midtempo Track, der absolut von Padden geprägt wird, wobei auch die Rhythmus-Fraktion mächtig Dampf macht. Im Anschluss folgen zwei meiner absoluten Favoriten: zum einen das total kranke, instrumental hervorragende und mit Tom Araya-artigen Vocals verfeinerte brutale "Plasma Zombies", das auch in Teilen Erinnerungen an "King Of The Kill" weckt. "Invite It" ist wieder eine typische ANNIHILATOR Nummer mit allen Trademarks, die diese Truppe ausmacht. Überragend ist bei diesem Track der Mittelabschnitt, wo Dave Padden mal den "melodischen" raushängen lässt, untermalt von einem superben Waters Solo, große Klasse! Fette Heaviness ist dann bei "Like father Like Gun" angesagt, wobei ich den Track, bis auf die tolle Gitarrenarbeit aber als fast verzichtbar bezeichnen kann. "Pride" haut dann wieder in die Rüben, ein Track, die hier und dort eine gewisse Punk Attitüde erahnen lässt, aber immer noch zu 100 % ANNIHILATOR ist. Hervorragend gelungen auch hier, die Gitarrenarbeit vom Chef. Mit "To Far Gone" folgt ein weiterer hochkarätiger Midtempo Stampfer, der ohne weiteres das hohe Level der vorangegangenen Tracks halten kann. Einen tollen Refrain hat "Clare" zu bieten, ein Track, der sich im mittleren Tempo-Bereich bewegt und auch eher experimentell ausgefallen ist, wobei man das Experiment als gelungen bezeichnen kann. Zum Abschluss kann dann Dave Padden noch mal beherzt ins Mikro brüllen und nebenbei zeigen, wie seine Stimme clean klingt. "Something Witchy" ist eine nette Nummer, an die sich der typische ANNIHILATOR Fan aber auch erst mal gewöhnen muss, man muss sich die Eingängigkeit hier sozusagen erst einmal erarbeiten.
Diese Achterbahnfahrt bietet also viele Hochs, ganz wenige Tiefs und sollte alle ANNIHILATOR Fans, die mit "All For You" nicht klar gekommen sind, wieder zufrieden stellen.
(lk)
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Kommentare
neuer Kommentar
Hab mir das Teil mal besorgt und muß sagen, ich bin genauso enttäuscht wie vom Vorgänger. :-(
- Wacken Warrior (07.11.2005)
Ich nicht! :-)
- Schizo deluxe (10.11.2005)
Geht voll auf die Zwölf!!!! :-)
- Gerhard (15.11.2005)
Die Scheibe ist der Hit! Der Kauf hat sich gelohnt!
Gruß,
berndu
- berndu (18.11.2005)
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