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Vier Jahre nach ihrem letzten regulären Longplayer "New World Order" haben es GAMMA RAY endlich wieder geschafft, uns ein neues Album zu servieren. "Majestic" heißt die neue Platte, die nicht wie erwartet sofort zündet, sondern ein paar Durchläufe braucht, um mit dem neuen Material warm zu werden. Kai Hansen und seine Mitstreiter haben es bewusst darauf angelegt, ihre nunmehr elfte Scheibe ein klein wenig progressiver und nicht ganz so straight zu gestalten, wie es noch bei "No World Order" oder "Power Plant" der Fall gewesen ist. Die neuen Songs klingen wesentlich rockiger, vielleicht sogar lebendiger als bisher und offenbaren ihr Hitpotenzial, wie schon erwähnt, erst nach einer kleinen Weile. Ist dieses aber erstmal zu Tage getreten, gibt es kein Halten mehr und die Toptitel geben sich die Klinke in die Hand. Angefangen beim Uptempo Opener "My Temple", der noch zu Anfang ein klein wenig an "Dethrone Tyranny" erinnert und mächtig aus den Boxen schießt, gibt es eigentlich nichts zu meckern: "Fight" ist ebenfalls sauschnell und fährt einen tollen Refrain auf, mit "Strangeworld wildern GAMMA RAY erstmal partiell im Midtempo Sektor bevor es mit dem Superohrwurm "Hell Is Thy Home" wieder drückend in die Vollen geht. "Blood Religion" ist dann wieder ein wenig langsamer, dafür aber umso heavier wird. Dieser Track versprüht, besonders zum Ende hin einen gewissen Live-Charme und wird dann in den letzten zwei Minuten richtig schnell und druckvoll! Ein interessanter Stimmungsbogen, den die Band hier aufgebaut hat und der seine Wirkung auch nicht verfehlt. Mit "Condamned To Hell" folgt ein weiter "langsamerer" Track, der insbesondere von seinem Refrain lebt. "Spiritual Dictator" ist ein typischer GR Stampfer, der Laune macht und den man so auch von der Band erwarten kann. "Majesty", der eigentliche Titeltrack macht seinem Namen alle Ehre und kann voll und ganz überzeugen, auch wenn der Track anfänglich zurückhaltend ankommt. Es folgt "How Long", ein erneuter Ohrwurm, dessen Refrain süchtig machen kann. Der absolute Kracher kommt zum krönenden Abschluss: "Revelation" ist ein absolutes Prachtstück, episch, bombastisch, hart, eingängig, super! Gehört sicherlich zu den besten Tracks der Hamburger und zu den besten Alben der Band bisher gesellt sich auch "Majestic", eine Perle, die man haben muss. (lk)
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