Review

A.O.K. - 20 Liter Sacksuppe (DVD)
 
Nothingcore
 
Label
Vertrieb
Zeit
Tracks
Locomotive Records

ca. 180:00 min
-


 

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Die Hessen von A.O.K. sind ja bereits hinlänglich für ihre Kombination aus dilettantischer Lärmerzeugung ("Musik" will ich es nicht nennen) und 100%ig sinnfreien Texten berüchtigt, die ihnen schon bald den Ruf als schlechteste Band der Welt eingebracht hatte. Zum 20-jährigen Jubiläum geht nun das Non-Plus-Ultra für alle Fans des Nothingcore an den Start: Die DVD "20 Liter Sacksuppe". Eines muss man dabei direkt feststellen: Man bekommt zumindest viel Material für sein Geld geboten, denn auf dem Silberling befinden sich gut 75 Minuten an diversen Konzertausschnitten quer durch die A.O.K-Geschichte sowie noch einmal über 100 Minuten, die einen kompletten Auftritt auf dem With Full Force-Festival, einen privat aufgenommenen Live-Gig, ein Interview mit "Arsch-Mosh"–Einlage, das "Butzemannslayer"-Video in gleich zwei Versionen sowie jede Menge Privat-Video-Blödsinn beinhalten. Letzterer machte dann wohl auch nur den Akteuren Spaß, ist aber wenig spannend anzusehen, aber besonders die komplett durchgeknallten Live-Auftritte sind mehr als amüsant. Am schönsten sind die Ausschnitte der Konzerte aus der Anfangszeit - damals noch in komplett langhaariger Originalbesetzung - die einzig und allein daraus bestehen, dass völlig sinnlos auf den Instrumenten herumgedroschen und sinnloses Zeug ins Mikro gegrölt wird, wobei sich die Band-Mitglieder (auch hier wäre das Wort "Musiker" völlig fehl am Platze) durchgehend auf die Bühne und ins Publikum werfen und dabei ständig ihre Instrumente verlieren, was aber auch total egal ist, denn der Lärmpegel bleibt durchgehend erhalten. Bild- und Soundqualität dieser Aufnahmen als schlecht zu bezeichnen, wäre noch geschmeichelt, aber das muss auch so sein, denn irgendwie passt das nur so. Mit fortschreitender Chronologie werden Sound, Bild und spielerische Fähigkeiten kaum merklich, aber zumindest ein wenig besser - letzteres liegt allerdings vor allem daran, dass man sich irgendwann doch entschied, ein paar Musiker in die Band zu nehmen, damit zumindest ein einigermaßen ordentlicher Background vorhanden ist, vor dem sich dann das Chaos abspielt. Und das sieht so aus, dass Sänger Jochen Graf und Sänger/Gitarrist Peter Bernd immer wieder komplett nackt über die Bühne toben, Salat- und Kohlköpfe ins Publikum geworfen, tütenweise Cornflakes in Unterhosen gekippt und bei "Baguette Attack" Baguette-Brote auf der Gitarre zerschreddert werden. Bei derartigen Aktionen wird es stellenweise auch etwas unappetitlich, wenn sich beispielsweise Mikroständer, die besagten Baguette-Brote und ähnliches durch den Anus gezogen werden, aber die Jungs sind eben bekennende Anhänger des Fäkal-Humors. Eine Art Running Gag ist auch das traditionelle Beschimpfen von Peter Bernd, bei dem Jochen Graf immer wieder das Publikum einlädt mitzusingen: "Peter Arschloch, tralalalala...". Für Fans ist diese DVD ein absolutes Muss, aber auch wer einfach generell auf hirnlosen Schwachsinn steht, wird damit seine helle Freude haben. Ich jedenfalls habe Tränen gelacht... (jan)
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- ozjazhly <kzemutqg@pisqd.com> (05.03.2007)
 
test comment
- TestName <mail@testmail.com> (21.04.2007)
 
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