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Das von den Fans langersehnte vierte Album der Mainzer Dark Metal Combo zeigt gleich von Anfang an, in welche Richtung der Hase rennt. Schöne, rasante und ausgefeilte Keyboardlines, heftige druckvolle Gitarren und extremer Kreischgesang, welcher allerdings ab dem zweiten Song durch den harmonischen, cleanen Gesang von Neuzugang Eddie Smith unterstützt wird. Der neue Mann an Bord war zwar vorrangig für den Tiefsaiterposten angeheuert worden, jedoch hievt Eddie mit seiner klaren Stimme den Gesamtsound der Band auf ein noch höheres Level. Der Band ist es gelungen eine Schnittmenge aus Black Metal, melodischem Death Metal und traditionellem Metal zu kreieren, ohne die Songs dabei zu konstruiert erscheinen zu lassen. Die drei Jahre, die seit dem letzten Album "Chapter III" ins Land gegangen sind, merkt man dem Material in punkto Songwriting deutlich an. Die Band klingt gereifter als zuvor und bringt mittlerweile auch Songs hervor, die durchaus Hitcharakter besitzen. In Zeiten von Bands wie EVANESCENSE hat auch ein Song wie "Solitude" eine reelle Chance auf einen Charteinstieg. Hierbei werden AGATHODAIMON von Gastsängerin Ophelia unterstützt, die für Fans der Band auch keine Unbekannte sein wird, stand sie ja schon früher gesangstechnisch hilfreich zur Seite. Nach dieser gelungenen Ballade wird wieder die Keule rausgeholt und ein fieser, schleichender Hassbrocken namens "Limbs Of A Stare" ins Rollen gebracht. Sehr fein. Im Keyboardbereich hat man eine ganze Ecke zugelegt, gerade was die Melodiebögen anbelangt. Hier kommt die Affinität der Band zu elektronischen Klängen so richtig schön zum Tragen ohne dabei in RAMMSTEIN Gefilde abzudriften. Durch die eingängigen Songstrukturen bleibt man sich selbst treu, ohne wirklich auf der Stelle zu treten. Der geneigte Zuhörer stellt relativ schnell fest, dass sich die Band nicht um irgendwelche Scheuklappen schert und ihr Ding durchzieht, ohne sich selbst zu limitieren. Man hat sich aus den Black Metal Wurzeln zu etwas völlig eigenständigem entwickelt um mit einem breiten Spektrum an Einflüssen auch ein breit gefächertes Publikum zu erreichen. Bei der Produktion hat man mit Christian Kohlmannslehner auch einen Glücksgriff getan. Der Knöpfchendreher, der auch die neue CREMATORY soundtechnisch veredelt hat, ist wohl momentan noch so etwas wie ein Geheimtipp, nur so kann ich mir erklären, dass man noch nicht allzu viel von ihm gehört hat. Das wird sich meiner Meinung nach bald ändern, denn er hat AGATHODAIMONs neuem Silberling einen saufetten Sound verpasst, der gleichzeitig total frisch und modern klingt.
Rundum haben wir hier eine richtig geile Platte, bei der sich die lange Wartezeit wirklich gelohnt hat. Man darf auf die bevorstehenden Gigs gespannt sein, zumal Sänger Akaias mittlerweile auch die zwote Klampfe spielt.
(chris)
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Kommentare
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Sorry, aber Sathonys der Gittarist singt die Clean Vocals.
- Marc (22.06.2004)
Sorry Marc, aber der Eddie singt laut eigener Aussage die cleanen Parts. Siehe Interview auf unseren Seiten. (Anmerkung des Verfassers)
- chris <chris@metal-inside.de>
(22.06.2004)
vielleicht singen ja auch beide???
- flopexx (22.06.2004)
Das interessante an Agathodaimon ist ja, dass von der eigentlichen Band so gut wie keiner mehr an den Aufnahmen der CDs beteiligt ist.
- Henrik (22.06.2004)
Die cleanen Gesänge sind zwischen Eddie und Sathonys aufgeteilt, wie man unschwer bei "The Darkness Inside" oder "Light Reborn" hören kann. Bei "Feelings" singt Eddie allein, beim Titelsong und bei "Faded Years" Sathonys.
- Sathonys <sathonys@agathodaimon.de>
(02.08.2004)
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