Review

Annihilator - All For You
 
Power / Thrash / Heavy Metal
 
Label
Vertrieb
Zeit
Tracks
AFM
Soulfood
56:03 min
10


 

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Dieses Review wurde bisher 2571 mal gelesen.
Nach einigen Besetzungswechseln (Sänger Joe Comeau wurde durch Dave Padden ersetzt und Drummer Randy Black durch Dave Mangini) steht die Firma Waters (mal wieder…) vor einer neuen Ära, die auch eine erneut veränderte musikalische Ausrichtung mit sich bringt. Und genau das wird viele Altfans, die noch immer nach "Alice Part 2" schreien, mit einem fetten Kondensstreifen davon sausen lassen. Die allgegenwärtige, von AC / DC beeinflusste Gitarrenarbeit Water’s ist nach wie vor präsent und der typische "Dampframmen - Charme" der Band ungebrochen, nur haben sich anno 2004 verschiedene moderne Spielereien eingeschlichen, die mit Sicherheit nicht jedem gefallen werden, den Horizont der Truppe aber weiter öffnen dürften. Bereits der Titeltrack zeigt alle Facetten des neuen Änni - Sounds und wirkt zu Beginn etwas aufgesetzt und schwer zugänglich, nur um sich bei erneutem Hören als echter Hit zu entpuppen, bei dem sich Aggro - Shouting mit melodischen Parts (inklusive "Double Dare" - artigem Gänsehaut - Mittelteil) gelungen abwechselt. Ähnlich verhält es sich mit "Dr. Psycho", einer coolen Mitsingnummer, die live bestimmt das Zeug zur Stimmungshymne parat hält. Die nächsten Stücke, "Demon Dance" und die von der Vorab - Single bekannte Ballade "The One", stellen erneut die stilistische Ausgewogenheit der Band unter Beweis und geizen nicht mit Experimenten. Weiterhin gibt’s mit "Bled" einen Stampfer mit Abschlusskanon, mit "Both Of Me" eine klasse Halbballade, mit "Rage Absolute" einen heftigen Banger, mit "Holding On" eine weitere (recht schmalzige) Ballade und mit "Nightmare Factory" einen vertrackten Song mit sehr wenigen, dafür umso schrägeren Vocals. Das Instrumental "Sound Of Horror" schließt dann ein Album, das seinen Vorgänger "Waking The Fury" in Sachen Sound locker aussticht, nur die etwas schwächeren Songs auffährt. Dave Padden etabliert sich als adäquater Sänger, der jedoch nicht die Stimmgewalten eines Coburn Pharr oder Joe Comeau besitzt, dafür aber eigene Akzente setzen kann. Im Ganzen ist "All For You" eine Platte, die eine logische Entwicklung präsentiert, Band - Puristen aber nicht unbedingt zusagen sollte. Neueinsteiger und tolerantere Fans bekommen jedoch eine sehr gute, mutige und toll eingespielte Platte zu hören! (do)
Kommentare         neuer Kommentar
 
Dass Annihilator bei Rock Im Park spielen, ist mir aber neu. Und irgendwie will ich es auch nicht glauben...
- Emrah <emrah@mainstage.de> (27.05.2004)
 
Hast recht, sie spielen nicht bei RIP, JUDAS PRIEST supporten natürlich nur bei den Einzelgigs.
- Torben <torben@metal-inside.de> (27.05.2004)
 
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