Review

House Of Lords - The Power And The Myth
 
Hard Rock
 
Label
Vertrieb
Zeit
Tracks
Frontiers Records
Soulfood
43:37 min
10


 

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Die Melodic Hard Rock - Formation HOUSE OF LORDS meldet sich nach der Reunion im Jahre 2001 endlich mit einem neuen Langeisen zurück. Ein echtes Überfliegeralbum des Genres ist "The Power And The Myth" dann doch nicht geworden, denn die zwar durch die Bank hörenswerten bis guten Songs bestechen nicht gerade durch einen hohen Wiedererkennungswert. Der hymnische Opener "Today", der mich aufgrund des relaxten Gesangs und des Refrains etwas an PEARL JAM zu "Ten" - Zeiten erinnert, ragt noch am Stärksten heraus. Diese relaxten Vibes prägen einen großen Teil der Platte, nimmt man "All Is Gone", das balladeske, leicht kitschige "Am I The Only One" oder das mit Streichern unterlegte "The Man Who I Am" als Beispiele für das sehr softe, oftmals schon zähe Songwriting der Band. Etwas rockiger wird es nur bei dem mit Tribal - Drums ausgestatteten "Living In Silence" (netter Ohrwurm), dem Titelsong, dem treibenden "Bitter Sweet Euphoria" und dem mit Power - Drums befeuerten, progressiven "Mind Trip". Am Ende gibt es mit "Child Of Rage" noch eine nette Ballade, die aber mit einem echten Schmalzfaktor daherkommt und nicht gerade zu den rar gesäten Highlights zählt. "The Power And The Myth" ist mitnichten eine schlechte Platte und hält für Musikfreaks, denen vielseitige Instrumentierung über alles geht (für die symphonischen Parts ist unter Anderem Derek Sherinian zuständig), einige echte Leckerbissen parat. Jeder Song wartet mit individuellem Zusammenspiel der Akteure (mit fast schon jazzigen Anleihen) und durchaus origineller Abwechslung auf, ist jedoch für den echten Hardrocker über weite Teile zu ruhig, soft und rational ausgefallen. Und echte "Hits" mit Langzeitwirkung sucht man leider vergebens. Hier wäre Einiges mehr drin gewesen. (do)
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