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Die letzte Veröffentlichung aus dem Hause SHYLOCK hatte ich als ziemlichen Melodic-Kracher in Erinnerung. Deshalb stürzte ich mich begeistert auf den vorliegenden Nachfolger "Welcome To Illusion", doch irgendwie will der Funke auch nach mehreren Durchläufen noch nicht richtig überspringen.
Der Titeltrack lässt jeglichen Drive vermissen, und auch "Closer" ist noch verhältnismäßig zahm. Beim dritten Song, "Revolution", braten die Gitarren dann erstmals amtlich, und die fetten Chöre verleihen die nötige Wucht und Atmosphäre. "But I Like It" folgt als Halbballade mit klasse Refrain, während "Darkness" und "Middle Of Paradise" nicht als herausragend in Erinnerung bleiben wollen. Mit "Lose You" wird uns eine weitere Ballade kredenzt, bevor das groovende "Out On The Streets" mit seiner bösartigen Stimmung endlich mal etwas ersehnte Abwechslung bringt. "World Of The Lonely" schließt an das Zwischenhoch an und überzeugt durch einen herausragenden Refrain. Auch "Late Night Show" hält das Level und ist eine gelungene Ballade, die in ihrer Klasse an Def Leppard erinnert. Anschließend wird´s wieder rockiger, doch "The Need" zählt nicht zu den Highlights der Platte, während das folgende "Tomorrow" dem Titel entsprechend breit angelegt und mit futuristischen Klängen daher kommt und alleine dadurch heraus ragt. Gegen Ende der Scheibe fällt das Niveau wieder ab und keiner der drei Tracks wirft seine (Wider-)Haken aus.
Was bleibt, ist ein zwiespältiger Eindruck zwischen High- und Lowlights."Welcome To Illusion" ist in jedem Fall klasse produziert, die Gitarren rocken zumeist wirklich sehr ordentlich - nur Abwechslung tut irgendwie Not. Wenn vor allem Drummer Helmuth und Sänger Matthias beim nächsten Mal beide mehr aus sich raus gehen, wird´s ein Kracher. So haben sich in die Stunde jedoch noch ein paar Melodic Rock-Füller gemogelt. Trotzdem gut. (heavy)
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