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Madder Mortem gehören meiner Meinung nach seit Jahren zu den unterbewertetsten Bands der Musikszene und das, obwohl sie seit Beginn ihrer Karriere qualitativ hochwertig und vor allem innovativ sind. Nach ihrem furiosen Zweitwerk "All Flesh Is Grass" servieren uns die Norweger nach nur einem Jahr einen mehr als würdigen Nachfolger. "Deadlands" ist düster, aggressiv und wunderschön zugleich. Stilistisch irgendwo zwischen Neurosis, Voivod und The Gathering lebt die Musik vor allem von ihrem Abwechslungsreichtum. Mal brachial und schleppend, dann wieder ruhig und fast schon kitschig, im nächsten Moment wieder treibend und aggressiv wird die Scheibe zu keinem Zeitpunkt langweilig, ohne dabei in anstrengendes Gefrickel abzudriften. Im Vergleich zu "All Flesh Is Grass" wirkt "Deadlands" sogar direkter und weniger verspielt, was allerdings kein abtauchen in seichte Gefilde bedeutet. Im Gegenteil, in Sachen Härte hat man noch ein paar Zähne zugelegt und die Tatsache, dass eine Dame an der Front kämpft ändert daran rein gar nichts. Wer glaubt, eine Band mit melodischem Frauengesang muß automatisch soft und was für Mädchen sein, der irrt gewaltig, denn Sängerin Agnete tritt allen Möchtegern-Diven mit ihrem facettenreichen Gesang gehörig in den Gothic-Popo und läßt es zuweilen auch mal ordentlich krachen. "Deadlands" ist mit Sicherheit eines der besten Alben des Jahres 2002! (cs)
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