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Ach du dickes Ei! Da erzählt das Plattenfirmeninfo was von Herbstnächten, für die diese Platte ja so gut geeignet wäre, nur verwunderlich, dass sie eh erst rauskommt, wenn der Winter und damit Weihnachten vor der Tür steht. Roadrunner, die sich ja schon des öfteren als Fanabzocker vor dem Herrn erwiesen haben und eben erst den Nachlass von Life Of Agony in eben diesem Sinne nicht verwalten sondern verhökern, bringen nun ein Akkustikalbum von deren Ex-Sänger Keith Caputo auf den Markt und zielen ganz klar aufs Kuschelrockpublikum. Der Sinn eines Unplugged-Albums von LOA war ja noch halbwegs einzusehen, doch der gute Keith hat doch gerade erst mal ein Soloalbum veröffentlicht, vor noch nicht einmal einem Dreivierteljahr. Das wusste auch einen ganz angenehmen Eindruck zu machen, doch dieselben Songs nun als Lightversion, saft- und kraftlos nochmal rauszubringen ist nicht wirklich spannend. Als Kaufanreiz gibts natürlich auch was neues, eine Coverversion von Annie Lennox´ "Why", das aber gleich in zwei Versionen, eine Nummer namens "The Girl I Love (unfinished)´, die deswegen unfinished heisst, weil sie nach 6 Minuten immer noch nicht aus ist und das ähnlich ereignisarme "Yesterday Is An Eternity". Dazu nochmal "Let´s Pretend" aus dem LOA-Fundus, damit die alten Fans auch noch was zum Weinen haben. Schade schade, so gern ich Keith mag, diese Platte ist reine Geldmacherei, hält den Standard des Debuts zu keiner Zeit, weil hier zuviel Gesäusel gemacht wird, wo vorher Gefühle waren. Kitschig, glitschig, out! (mono)
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