Sollte jemals wieder ein Begleitschreiben eines Demos mit den Worten "Whaatz upp?" beginnen, werde ich dieses ungehört vernichten. Soviel dazu. Diese penetrante Cool- und Hipness zieht sich bei der Kapelle HIGHFLY wie ein roter Faden durchs Konzept. Während andere wenigstens noch versuchen eine gewisse Eigenständigkeit in ihren Stil zu bringen, denkt man bei HIGHFLY erst mal an eine schlechte Coverband. Jeder Song klingt wie schon tausend mal gehört. Da wird von Gerappe über "hoohoo"´s hin zu gescratche wieder zurück zu billigen WahWah-Riffs hin zu den klischeehaftesten Texten wie "Hands up, Hands up in the air, you´ll fuckin around, I still don´t care", nichts, aber auch gar nichts ausgelassen. Zu alledem gesellt sich auch noch eine unüberhörbare Schwäche im Beherrschen der jeweiligen Instrumente. Würden die 6 Jungs dies alles nur aus Spass an der Musik tun und um auf Partys ein bischen krach zu machen hätte ich überhaupt nichts dagegen. Was mich aber zum kochen bringt ist diese übertriebene, arrogant wirkende und nicht zuletzt auch lachhafte Kopiererei der momentan (anscheinend) angesagten Stile. Eine Produktion im Studio erfordert auch eine gewisse spielerische Reife und wenn das Geld für das erneute Einspielen von Tracks (z.B. wegen Temposchwankungen) nicht ausreicht, sollte man es lieber lassen und dafür vielleicht ein paar Unterrichtsstunden nehmen, denn, meine Herren, die Messlatte im Amateurbereich liegt heutzutage woanders. Fazit: Das war nix, denn euer ach so hippes "Sweet H" (Sweet Home Alabama) klingt auch im Crossover-Gewand nicht besser. (ldb)
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