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„Endstation“ heißt das zweite Album der Haiger Thrash Kapelle ACT OF CREATION, ein Titel, wie er unpassender nicht sein könnte für diese Band. Bereits mit dem selbstproduzierten „Secret Memoirs Of A Forced Fate“ konnte man ein ordentliches Brett vorlegen und einigen Staub aufwirbeln, mit dem Nachfolger ist noch einiges mehr drin. Das superfett produzierte Teil knallt von vorne bis hinten und zeigt eine kreative Truppe, die voller Spielwitz und mit viel Mut ohne jegliche stilistische Scheuklappen ihren Weg geht. Dabei ist es anfänglich überraschend, dass man das ganze Album komplett in Deutsch gehalten hat. Rock mit deutschen Texten funktioniert, bei Thrash Metal, der sich hier vielleicht ab und an KREATOR orientiert und auch ganz gerne kontrolliert in Death Metal Gefilde abdriftet, war ich zu Beginn eigentlich skeptisch. Die anfängliche Skepsis weicht aber relativ schnell, es funktioniert auch hier und das richtig gut. Dabei sind ACT OF CREATION keine Truppe, die lustig irgendeinen plakativen Scheiß ins Mikro plärren, im Gegenteil, die lyrisch dunkel gehaltenen Texte haben viel Tiefgang und verdienen es, dass man sich näher mit Ihnen beschäftigt. Darüber hinaus besticht „Endstation“ mit einer absolut genialen Gitarrenarbeit, die süchtig macht, ganz große Klasse. Als Anspieltipps lege ich dem geneigten Hörer den Titel gebenden, leicht groovigen Opener, das wuchtige „Dunkle Schatten“, das geniale „Wo Bist Du“ und die Übernummer „Herbst Des Lebens“ (mit tollem Gesang der fantastischen Stephanie Nix). Das ist nicht Endstation hier, das ist der Startschuss, ein tolles Stück Thrash Metal, zuschlagen! (lk)
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