Review

Sons Of Liberty - Brush-Fires Of The Mind
 
Power Metal
 
Label
Vertrieb
Zeit
Tracks
Century Media
EMI
45:50 min
9


 

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Dieses Review wurde bisher 404 mal gelesen.
Jon Schaffer ist ein politisch, sowie historisch interessierter Mann, der zu seinen Überzeugungen steht und aus ihnen auch keinen Hehl macht. Mit seinem Nebenprojekt SONS OF LIBERTY, dass der ICED EARTH Chef nach einer Gruppe amerikanischer Patrioten benannt hat, die um 1765 die Einführung des stamp acts in den Kolonien bekämpfte und dabei auch Gewalt als legitimes Mittel erachtete, legt Schaffer textlich dar, wie aus seiner Sicht, amerikanische Grundrechte und Werte in der heutigen Zeit ad acta geführt werden. Versehen hat er dabei seine Songs, die er nicht nur selber geschrieben, sondern auch handwerklich nahezu komplett im Alleingang umgesetzt hat, mit zahlreichen, manchmal nervigen Intros, bestehend aus Zitaten u.a. von Thomas Jefferson oder Abraham Lincoln oder aus Ausschnitten historischer Reden . Musikalisch, das dürfte keinen verwundern, sind SONS OF LIBERTY ganz nahe bei ICED EARTH, so nahe, dass mir „Brush-Fires Of The Mind“ sogar etwas besser gefällt, als “The Crucible Of Man“. Das neun Songs umfassende Material ist zum Großteil im Midtempo gehalten und weiß absolut zu überzeugen. „Jekyll Island“, der etwas sperrige und überlange Opener , ist ein guter Einstieg ins Album. „Don’t Tread On Me“ und „False Flag“ sind supereingängige Hymnen, die sofort zünden und die Semiballade „Our Dying Republic“ erinnert von der Melodieführung doch sehr an „Watching Over Me“. „lndentured Servitude“ knallt in bester IE Manier durch die Speaker und überzeugt, wie übrigens das ganze Album mit Jons hervorragendem Gesang, während das unkonventionelle „Tree Of Liberty“, wegen des zugrunde liegenden Zitas von Thomas Jefferson, sicherlich genau die kleingeistigen Kritiker auf den Plan rufen wird, die Schaffer schon seinerzeit wegen „When The Eagle Cries“ ans Bein pissen wollten.
Von den Intros und Outros abgesehen macht dieses musikalisch toll in Szene gesetzte und textlich anspruchsvolle Album durch die Bank weg Spaß. Hätte ich so nicht gedacht, starke Leistung. ICED EARTH-Fans können hier sofort zuschlagen, es sei denn man ist immer noch auf der ewigen Suche nach „Night Of The Stormrider 2"… (lk)
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