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Man sollte meinen, dass Ferdy Doernberg mit seiner Arbeit bei Rough Silk, Axel Rudi Pell sowie zahllosen weiteren Künstlern – immerhin hat er auf mehr als 150 Alben mitgewirkt – durchaus gut beschäftigt ist. Und doch kommt mit „Travelling Light“ sein bereits viertes Soloalbum auf dem Markt. Wer Ferdy kennt, der weiß, dass diese Alben eine Herzensangelegenheit sind. Seine Kreativität, sein Enthusiasmus, seine Feinfühligkeit für Melodien und die Kombination verschiedenster Instrumente und Stilrichtungen zeigen einmal mehr den hervorragenden Musiker in ihm. Geht nicht, gibt es nicht und so schafft er es immer wieder mit seinen Songs zu überraschen und zu faszinieren. Schöne Beispiele hierfür sind „May God Save Us From Religion“, „Mutants At The Shopping-Mall“ oder auch „Integrity“. Auch eher ungewöhnliche Instrumente wie eine griechische Bouzouki und eine türkische Saz kommen zum Einsatz. Klingt zunächst beim Lesen ungewöhnlich, erweckt jedoch beim Anhören genau die richtige Exotik, um im Gehörgang zu verbleiben. Wie man die verschiedensten Instrumente harmonisch zusammen fügt ist zum Beispiel in „Wah-Whoopf“ und dem groovigen Titelsong „Travelling Light“ schön zu hören. Ferdy Doernberg ist jedoch nicht nur für seine musikalischen Arrangements bekannt. Seine Songtexte beäugen stets kritisch, teils mit seinem unwiderstehlichen britischen Humor, unsere Gesellschaft. Sie regen zum Nachdenken und Schmunzeln zugleich an. Als Gastmusiker haben sich dieses Mal Mike Terrana, Joseph Parsons, Johnny Gioeli, Sabina Classen und Michael Hankel die Ehre gegeben. (tennessee)
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