Review

The Brimstone Solar Radiation Band - Smorgasbord
 
Retro Rock/Alternative/Pop
 
Label
Vertrieb
Zeit
Tracks
Karisma Records
Karisma Records
55:15 min
12


 

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Unter das Kapitel “Bands, die aus Norwegen kommen” fallen für den Durchschnittshörer fast nur schwarz-weiß angepinselte Kirchengriller, die zudem auch noch infernalischen Lärm fabrizieren. Dass es auch anders geht, zeigen THE BRIMSTONE SOLAR RADIATION BAND aus Bergen, die seit Ende der 90er ihr Unwesen treiben, aber musikalisch in den 60ern und 70ern leben. Die Band beruft sich auf Vorbilder wie THE BYRDS, PINK FLOYD, SANTANA, aber auch die BEATLES gucken öfter mal um die Ecke. Hart oder brutal ist hier absolut gar nichts; diese Truppe gehört – um Missverständnissen gleich vorzubeugen - nicht zu denjenigen, die uralte Klänge in eine moderne Krachkulisse mischen, Stichwort MASTODON und Co.. „Smorgasbord“ dürfte eher noch den Indie- und Alternative-Rockern gefallen, die auf breite Gitarrenwände gut verzichten können. Aber auch aufgeschlossenen Metallern dürfte das Album gefallen, denn durchweg gelungene Songs wie „Medic“, das sehr atmosphärische „Godspeed Mother Earth“, das fast schon fröhliche „The Great Yeah“, die erste, durchaus recht kommerzielle Single-Auskopplung „Sanctimonious High“ oder das besonders stimmlich an Tom Petty erinnernde „Thin Air“ machen auf ihre verspielte, aber trotzdem zugängliche Art einfach Spaß. „Smorgasbord“ ist kein Selbstdarstellungs-Frickel-Album, sondern eine zeitlose, mal rockige, mal poppige, mal retrophile Reise, die einfach nur Musikfans mit gutem Geschmack anspricht, wenn auch (leider) nicht die breite Masse. Sehr cool! (do)
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