Review

Giant - Giant III
 
Melodic Rock
 
Label
Vertrieb
Zeit
Tracks
Frontiers Records
Point Music
44:37 min
10


 

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Nach dem ich aus der Hochglanzbandinfo entnehmen konnte, daß GIANT eigentlich nur auf die Initiative des italienischen Labels Frontiers wieder auf der Bildfläche erschienen sind, war ich schon etwas leicht Mißtrauisch geworden. Vor allen Dingen deshlab, da die beiden einzigen veröffentlichten CD’s, zugegebenermaßen allerdings wirkliche Meilensteine des melodischen Hardrocks (1989 „Last of the Runaways“, 1991 „Time to burn“) schon sehr weit zurück liegen und da die immer wieder mal kursierenden Gerüchte über ein Comeback von GIANT, auch von Bandmitgliedern selbst, nahezu ausgeschlossen wurden. Anfang diesen Jahres sickerte es dann doch irgendwie durch, daß ein neues Album kommen würde u.a. mit aufpolierten alten Demoversionen sowie ein paar Livetracks. Dieses schlicht mit „GIANT III“ betitelte Werk mit insgesamt nur 9 Tracks (inklusive Coversong sowie einem ziemlich überflüssigen Gitarrengedudelintro) kommt jetzt in die Läden. Aus dem ursprünglichen Vierer Line-up von damals sind mit den Hauptakteuren, die beiden Huff-Brüder (Dann – Vocals, Guitars; David – Drums) sowie am Bass mit Mike Brignardello fast wieder alle dabei, nur der alte Tastenmann hatte keine rechte Lust mehr mitzumachen. Auch der charakteristisch, fette etwas aufgemotzt wirkende GIANT-Sound ist auf jeder Minute der CD wieder deutlich zu hören. Wie gesagt nach dem einem langweiligen Intro „Combustion" folgen aber mit „You will be mine" und als viertem Song die klassische Kuschelrockpowerballade „Don´t leave me in Love" (Singleauskopplung), wobei beide Titel ganz sicher auch auf den früheren CD’s zu den Höhepunkten gehört hätten. Aber ansonsten? Kann mir irgendwie nicht helfen - die Jungs haben bei weitem nicht die guten Songs früherer Tage in Petto, vor allem sind da einfach zu viele langsame Tracks unter den nur neun „richtigen“ Songs des Albums mit dabei. Pseudo Rocker wie das fleischlose „Sky is the Limit“ oder Midtempolangweiler wie „Love can´t help you now" machen echt keinen großen Spaß. Sicher die druckvolle Produktion und die vielen schönen Harmonien auf GIANT III sind immer noch weit über dem Durchschnitt anderer Bands dieses Genres und auch die tolle Stimme von Sänger Dann Huff (erinnert zu weilen stark an Loverboy) kann voll überzeugen aber trotz so schöner dramatischer Balladen wie „End of the World“ fehlt mir insgesamt der zündende Funke –es riecht doch etwas fahl nach Kommerz und die schnelle Kohle. Und dann kommt da auch noch ein wirklich liebloses Cover (finde die Version von Robert Palmer eh‘ am besten!) mit „Bad case of loving you" – diese zugekleisterte und überproduzierte Interpretation hätten sich GIANT wirklich sparen können, von Rock’n Roll ist da nicht mehr viel übrig geblieben. Fazit: Die alten Alben waren besser und „GIANT III“ hinterläßt bei mir leider nur einen eher zwiespältigen Eindruck. (maio)
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