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Und, schaffen es die drei Engländer, auf Black Holes And Revelations noch eins draufzusetzen? Wie steigert man großes Kino? Ganz klar, großes 3D-HD-THX-Kino. Und ist The Resistance das? Die erste Singe "Uprising" ist Pop as Pop can, auch mit dem Titeltrack bleibt man massenkompatibel und lehnt sich wieder etwas an die großen QUEEN an, viel stärker tut das aber "United States Of Eurasia" (inklusive dem Zitat "there can be only one", wir erinnern uns nostalgisch an Highlander und "A Kind Of Magic"). "Undisclosed Desires" ist abgeklärt mit 80er-Jahre New Wave Kühle und bildet zusammen mit "I Belong To You" eher die schwache Seite des Albums, etwas belanglos und austauschbar, ohne aber wirklich fad zu sein.
Wo ist etwas vom Schlage von "Assassins" oder "Hysteria"? Da muss man sich gedulden bis "Unnatural Selection" und "MK Ultra", die rocken stellenweise wie Nachbars läufiger Lumpi, ohne aber die knackige Härte der genannten Vergleichsstücke aufzuweisen.
Richtig gespannt durfte man sein auf die dreiteilige Mini-Symphonie am Ende des Albums. Unnötige Selbstüberschätzung und -beweihräucherung oder tatsächlich der große Wurf, der MUSE endgültig in eine eigene Liga hebt? Die normalen Songs auf The Resistance sind gut, keine Frage, aber es ist kein wirklicher Überflieger dabei. Die "Exogenesis"-Symphonie aber zeigt mit Streichern und einer zentimeterdicken Pathos-Patina, wo der Hammer hängt. Musikalisch ist das ganz klar über jeden Zweifel erhaben, ich fühle mich auch nicht in der Lage, hier zu kritisieren und Vergleiche mit den Großmeistern der orchestralen Musik anzustrengen. Beeindruckend, klar. Aber die Star Wars Episoden 1-3 waren auch technisch brilliant und doch nicht mitreißend. Das ist es, was mir nach 2-3 Durchläufen noch fehlt, denn letztlich sind MUSE eine Rockband und sie verkopfen sich hier vielleicht etwas zu sehr. Eine Extra-EP mit der Symphonie und dafür noch 3 knackige Rocker auf das Album, das wäre meines Erachtens sinnstiftender gewesen als 12 Minuten klassikgeschwängerter Progrock-Soundtrack. Ich weiß, dass du Klavier spielen kannst, aber ich will Gitarren hören, Matthew Belamy! Oder die emotionale Tiefe, die etwa dem aktuellen Album von DREDG Magie verleiht - MUSE können das sonst auch. Den Tipp gibt es dennoch ob der durchgehenden Klasse und Eigenständigkeit, aber eben mit einer Träne im Knopfloch. Das Geld für die CD reut mich keinen Cent. (mono)
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