Review

House Of Lords - Cartesian Dreams
 
Melodic Hard Rock
 
Label
Vertrieb
Zeit
Tracks
Frontiers
Soulfood
52:4 min
12


 

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James Christian gehört zu der Sorte Sänger, die mir mit ihrer großartigen Röhre wohl auch das Wattenscheider Telefonbuch vorlesen könnten – ich würde trotzdem steil gehen. Gute Voraussetzungen also für die neue HOUSE OF LORDS, mächtig bei mir zu punkten. Diverse recht selbstbewusste Äußerungen der Band zum neuen Album tun ihr Übriges, die Erwartungshaltung nach oben zu schrauben. Dass sich die sprichwörtlich goldenen Zeiten von Megasellern wie dem Debüt „House Of Lords“ wohl kaum mehr wiederbeleben lassen, steht dabei außer Frage. Aber HOUSE OF LORDS klingen anno 2009 immer noch bzw. endlich wieder großteils frisch und unverbraucht – und das genau ist es, was diese Mucke unbedingt braucht, sonst tönt das Ganze tot wie Disco. Schon der wuchtige Titeltrack weiß zu gefallen, und Ohrenschmeichler wie „Bangin’“ oder „The Bigger They Come“ stehen dem in nichts nach. Unterm Strich haben die Amis ihre besten Momente bei den treibenden Stücken – da will sich der Verfasser am liebsten umgehend beschwingt ins Cabrio schmeißen und entspannt gen Mittelmeer cruisen. Zwar ist auf „Cartesian Dreams“ nicht alles Gold (so z.B. das sehr Def Leppardesk-flache „Saved By Rock“), aber mit HOUSE OF LORDS ist auch nach 20 Jahren noch fest zu rechnen – dafür allein meinen Respekt. (heavy)
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