Review

Cripper - Freak Inside
 
Thrash Metal
 
Label
Vertrieb
Zeit
Tracks
Saol
H´Art
71:55 min
14


 

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Das erste Mal kam ich mit dieser Hannoveraner Band im Sommer 2006 in Berührung, als die Herren und eine Dame in Wolfenbüttel zu den Highlights des „Thrash Till Death“-Festivals gehörten. Inzwischen veröffentlichte die Band eine Demo-CD namens „Killer Escort Service“ (die auch 2006 live präsentiert wurde) und das aktuelle Werk „Freak Inside“, das bis vor Kurzem nur als Eigenproduktion zu haben war. Jetzt sind CRIPPER aber bei einem kleinen Label gelandet, das „Freak Inside“ nun offiziell in die Läden stellt. Die Niedersachsen spielen lupenreinen Thrash Metal der traditionellen Schule und hauen in die Kerbe von EXODUS, DESTRUCTION oder KREATOR; mit neuzeitlichen Klängen hat man indes nicht allzu viel am Hut, die moderne, kräftige Produktion einmal ausgenommen. Auch Stücke wie „Sun; Color: Black“, „Fire Walk With Me“ oder „Masquerade“ überzeugen mühelos (vor Allem mit durchweg starken Riffs!) und würden in Sachen Songwriting locker den „Tipp“ rechtfertigen, doch leiden CRIPPER unter dem gleichen Problem wie ihre „großen“ Kollegen ARCH ENEMY: sie haben eine Sängerin in ihren Reihen, die zwar in Sachen optischer Erscheinung und Coolness die Schwanzträgerfraktion sofort auf ihrer Seite hat, die aber ähnlich monoton und unvariabel zu Werke geht wie Angela Gossow. Durchgehend wie ein Kerl mit drei Eiern zu bölken ist zwar im ersten Moment mal so richtig schön fies, relativiert sich aber nach spätestens drei Durchläufen zu einer Angelegenheit, die viele instrumentale Feinheiten eher begräbt als unterstützt. Und da CRIPPER keine pure Haudrauf-Truppe sind und für monotones Gekotze nicht düster und brutal genug, geht die Rechnung nicht ganz auf. Dennoch finde ich „Freak Inside“ stärker, überzeugender und authentischer als das aktuelle ARCH ENEMY-Werk „Rise Of The Tyrant“ und kann diese Perle trotz der oben erwähnten Kritik jedem Old School-Thrasher völlig bedenkenlos empfehlen. (do)
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Tourdaten
 
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