Konzert:

Wacken Open Air 2014 - Donnerstag & Randnotizen

Konzert vom 31.07.2014

WACKEN OPEN AIR 2014

25 Jahre WACKEN OPEN AIR! Das ist schon mal ein Grund zum Feiern. Was 1990 als kleines Dorf Open Air auf der Kuhwiese im norddeutschen Dorf Wacken begann und ganze 800 Besucher lockte entwickelte sich im Laufe der Jahre zum größten und bekanntesten Heavy Metal Festival weltweit. Seit mehreren Jahren ist das Open Air mit 75.000 zahlenden Gästen bereits lange im voraus ausverkauft. Aus der ganzen Welt tingeln die Metalheads in das idyllische Dörf um für ein paar Tage in eine eigene kleine Welt einzutauchen, dem Mekka für Metalfans. Einer Welt mit grüner Wiesen, einer Dorfstrasse mit unzähligen Bierständen, kleinen Bars, Imbiss und Verkaufsständen, einem Freibad in dem durchgehend kuriose Dinge zu beobachten sind und zehntausenden Gleichgesinnten die diesen Platz zum vermutlich friedlichsten Ort auf der Welt machen. Darüber hinaus gibt es natürlich auch noch das Festival Area an sich mit zwei großen Hauptbühnen, einer nur unwesentlich kleineren Nebenbühne sowie zwei weiterer Indoor Bühnen im Bullhead City Circus Zelt sowie einer kleinen Biergarten Bühne und einer Mittelalter Bühne im Wackinger Village.

Das Wetter spielte dieses Jahr mit! Kein Regen und Temperaturen zwischen 22 und 26 Grad Celsius bei einem angenehmen Sonne und Wolken Mix kann man schon mal als perfektes Festival Wetter bezeichnen. Wo die Fans in der Vergangenheit oftmals mit Schlammgruben zu kämpfen hatten, gab es 2014 stellenweise extrem staubige Verhältnisse und man sah viele Besucher, die mit Mund und Augenschutz ausgestattet waren um sich zu schützen.

Die Aufteilung des Festival Geländes wurde 2014 etwas verändert. Die Haupteingänge und Einlasskontrollen befanden sich erstmals bereits am Einlass zwischen dem Campground C und dem Wackinger Village bzw. dem Eingang zu den Zeltbühnen. Der Biergarten wandere einige Hundert Meter weiter angrenzend an das Metal Market Areal, wodurch das Gelände vor den Hauptbühnen besser genutzt werden konnte und es dadurch zu keinen Wartezeiten am Einlass führte und man sich besser zwischen der Party Stage und der True/Black Stage bewegen konnte. (xhb)

Wackinger Village

Seit ein paar Jahren ist das Wackinger Village nun fester Bestandteil des W:O:A. Auf der großzügigen Fläche befinden sich neben der Wackinger Stage  zahlreiche Buden die zum Schmausen und Trinken einladen. Freunde des etwas außergewöhnlichen Essens kommen hier auf ihre Kosten. Das ganze Areal erinnert jedoch sehr stark an das MPS. Viele der, in Wacken vertretenden Stände, sind auch auf vielen Hiller-Märkten zu finden. So ist es auch nicht wunderlich das Beerenwein sehr stark mit seinen Fruchtweinen vertreten ist. Zahlreiche Händler bereichern den, mittlerweile nicht mehr so kleinen, Markt. Neben LARP- und Fantasyhändlern wie z.B. Mytholon findet man auch ein paar weinige Reenactmentstände. Wie z.B die Schwertschmiede Anher aus München mit einer hohen Fachkompetenz für Schwerter aller Epochen sowie deren Handhabung.

Waren in den Anfangszeiten des Marktes doch noch das ein oder andere Reenactmentlager vertreten. Geht es dieses Jahr stark in die LARP Richtung. Was aber auch durchaus legitim ist, wir sind ja schließlich auf einem Heavy Metal Festival und nicht auf einem Reenactment.

Für die Unterhaltung sorgten wieder Schaukampfgruppen der Schule Lichtenauer und auch ein großes Brucheballturnier. Alles in allem wieder eine gelungene Bereicherung für das Festival. (böschi)

Cagefight

Seit letztem Jahr befindet sich auch das „Wasteland Areal“ auf der Wackinger Village. Eine Gruppe die sich de Endzeit-Larp. Diese, stetig wachsende Szene, orientiert sich sehr stark an den Kinostereifen „Mad Max“. Alte Schrottautos, abgefahrene Kostümierungen und eine filmähnliches Ambiente. Die Jungs und Mädels, die aus ganz Deutschland kommen, stecken wirklich sehr viel Energie, Zeit und Geld in dieses Projekt. Und das Ergebnis kann sich mehr als sehen lassen. Wer kennt sie nicht, die Szene in dem Film: “Zwei Mann gehen rein, ein Mann geht raus!“ So auch in Wacken. Nur das am Ende doch beide rauskommen ;) Die Ringkämpfe im Käfig kommen bei den Festivalbesuchern sehr gut an. (böschi)

 

Auch die Aussichten auf die 26. Auflage des W:O:A: sind viel versprechend. Neben einer europaweit exklusiven Reunion Show von SAVATAGE sowie einer ebenso einzigartigen Festival Premiere des TRANS SIBERIAN ORCHESTRA´s , wurden bereits folgende Acts bestätigt: RUNNING WILD, IN EXTREMO, IN FLAMES, U.D.O (Special Show mit dem Bundeswehr Orchester), SABATON, AMORPHIS, DEATH ANGEL, POWERWOLF, ENSIFERUM, CANNIBAL CORPSE, KATALYM, THYRFING und SEPULTURA. Die Tickets für 2015 waren allerdings binnen 12 Stunden ausverkauft. Für diejenigen, die bislang kein Glück hatten, gibt es auf wacken.com eine Warteliste für Ticketrückläufer und Doppelbuchungen. (xhb)

 

DONNERSTAG – A NIGHT TO REMEMBER

Nach der 45 minütigen Comedy Einlage von Mannheimer Metal Türken BÜLENT CEYLAN eröffnen also HAMMERFALL die traditionelle „NIGHT TO REMEMBER“. Mit einem besonderen Set und Überraschungsgästen wollen sich die Schweden ins Zeug legen. Los geht es mit dem Warlord Cover „Child Of The Damned“ gefolgt von „Metal Age“. Joacim Cans und seine Mannen haben definitiv Bock auf das alte Zeug und der „Glory To The Brave“ Backdrop Screen lässt die Vorfreude auf das komplette erste Album weiter wachsen. Zuletzt gab es diese Songs beim ersten WOA Auftritt der „Templars“ im Jahr 1997. Hammerfall, Hammerfall Sprechchöre läuten „Steel Meets Steel“ ein. Gesanglich ist Joacim Cans auf der Höhe und begrüßt nun mit Stefan Elmgren den früheren HF Gitarristen (heute Pilot) auf der Bühne um gemeinsam „Stonecold“ zu zocken. Ruhig geht es mit „I Believe“ weiter bevor bei „Unchained“ Patrik Räfling die Drumsticks mit Anders Johansson tauscht und zeigt, dass er überhaupt nichts verlernt hat. Nostalgisch geht es mit „The Dragon Lies Bleeding“ weiter, unterstützt von Jesper Strömblad (ex- In Flames) an der Klampfe. Gänsehautmomente folgen nun bei „Glory To The Brave“ und lauten Fangesängen bevor das Album mit „HammerFall“ einen tollen Abschluss findet. Nach kurzer Pause kommen nun noch die Fans jüngerer Werke auf ihre Kosten. „Any Means Necessary“, die Hymne „Blood Bound” und sogar eine Live Premiere des neuen Songs “Bushido”. Ein tolles Konzert, vor allem für Fans der allerersten Stunde, geht mit “Hearts On Fire“ und einer Reihe an Feuersäulen zu Ende. Stark! (xhb)

Der erste STEEL PANTHER Auftritt in Wacken. Und, Jungs, das wird nicht de letzte bleiben. Ursprünglich waren die Panther als Comedy Band und Parodie Truppe gestartet. Längst hat sich daraus ein wahres Phänomen entwickelt. Nach Touren mit DEF LEPPARD, MÖTLEY CRÜE und GUNS N ROSES haben die Raubkatzen längst begonnen, die Welt mit ihrer besonderen Art des Glam- und Hairs Metals zu erobern. Stilecht startet die Show mit “Pussywhipped” und “Party Like Tomorrow Is the End Of The World”. Auch wer die Band nicht kennt, ahnt wohin das führen wird… Wacken hat niemals zuvor so viele “Fucks“ in so kurzer Zeit gehört.  Und Wacken hat niemals so viele blanke Damenoberweiten in so kurzer Zeit gesehen. Die Panther sind aus dem Käfig und rocken die Bühne. Songs wie “Eyes Of A Panther” und “17 Girls In A Row” zeigen aber auch die – manchmal übersehene musikalische Qualität. „Fxxx  All Night – Party All Day“ wird zur Hymne des Tages. Diese Band hat Zukunft! (Jeckyll)

Welcome to the party. Neben MOTÖRHEAD halten SAXON den Rekod der häufigsten Wacken-Auftritte. 1992 spielten sie auf einer kleinen Wiese vor ca.1.500 versprengten Fans. Heute sind sie einer der vielen von Thomas Jensen zitierten Headlinern und lassen es auf der Black Stage richtig krachen. Kein Wunder: Seit 35 Jahren brettern die Jungs aus Barnsley in Yokshire auf ihren Wheels Of Steel” durch die metallische Welt. Neben den 25 Jahren Wacken also ein weiteres Jubiläum. Und die Sachsen wissen wie es geht: Das Set beginnt bretthart mit “Motorcycle Man”. Danach feuern die Briten Hymne um Hymne ins Publikum. “Heavy Metal Thunder”, “Solid Ball Of Rock” und “747 (Strangers In The Night) reihen sich wie Perlen an ein Kette. Dann ein Break, der Vorhang fällt, eine mittelalterliche Burg erscheint, und die Band beginnt das mächtige “Crusader”, orchestral arrangiert mit Streichern und Percussion. Diese ganz andere Version ist das Jubiläums-Geschenk an das W:O:A. Als nächstes Highlight schwebt Biff’s Pideon”, der Scheinwerfer überströmte Adler zu den Klängen von “The Eagle Has Landed” ein – und die Fans drehen total durch. Kein Wunder, Biff, Nibbs, Paul, Doug und Nigel sind bester Form und genießen den Gig ganz offensichtlich. Obwohl über 20 Alben noch Zeit für Stunden bieten würden, verabschieden sich SAXON. Mit den kommerziell erfolgreichsten Songs - “Princess Of The Night” und “Denim And Leather”. (Jeckyll)

31.7.14, 22:30 Uhr. Die “erste” deutsche Metal Band entert die Black Stage. Und jedermann spürt – das wird ein Heimspiel!  Obwohl der Großteil der Band mittlerweile in den Staaten lebt, kommen ACCEPT heute nach Hause. Und wie selbstbewusst muss man bitte sein, um eine Headliner Show mit einem brandneuen und bislang unveröffentlichten Song, nämlich Stampede” zu beginnen? Und es ist nicht nur der erste Track des neuen “Blind Rage”, es wird auch das Motto dieses Abends. Das Quintett nimmt die Fans auf die “A Night To Remember” mit und spielt ein Set aus den Anfangstagen der Solinger Band.  Nach dem neueren “Stalingrad” gibt es Schätze vom 1980er Album “Breaker” wie “Starlight”, “Breaker” and “Burning”. Meilensteine, die teilweise für mehrere Dekaden nicht mehr live gespielt wurden. Und bei genauerem Hinschauen, kann man tatsächlich die eine oder andere Träne bei den alteingesessenen Fans entdecken. Kein Wunder, Peter Balthes und Wolf Hoffmann posen wie zu ihren besten. Und zusammen mit der großartigen Stimme von Mark Tomillo performen die Herren wie echte Metal Giants! Das Publikum feiert ihrerseits jeden einzelnen Song ab und der Refrain von “Metal Heart”sorgt nicht nur für 150.000 Händen in der Höhe, sondern beschert immer noch eine Gänsehaut (Jeckyll)

Setlist:

Stampede

Stalingrad

Losers and Winners

Monsterman

London Leatherboys

Breaker

Shadow Soldiers

Restless and Wild

Ahead of the Pack

Flash Rockin' Man

Princess of the Dawn

Fast as a Shark

Starlight  Pandemic

Metal Heart

Teutonic Terror

Balls to the Wall

Burning

Tag 2: Freitag: http://www.metalinside.de/konzertbericht/wacken-open-air-2014-freitag

Tag 3: Samstag: http://www.metalinside.de/konzertbericht/wacken-open-air-2014-samstag

 



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