Konzert:

Summer Breeze Open Air 2016 (18. - 20.08)

Konzert vom 18.08.2016

Das Summer Breeze ging 2016 in die nächste Runde - und war mal wieder wieder ein voller Erfolg.

Um den Stress bei der Anfahrt für gut 35,000 Leute zu entzerren bietet auch das Summer Breeze eine verfrühte Anreise am Dienstag – das Konzept was dafür sorgte, dass unsere wirklich reibungslos und schnell verlief. Die Autokontrollen, Bändchenausgaben und der Verkauf der Auti-Sticker ging fix und ohne Kopfschmerzen.

 

Tag 0, Mittwoch (17.08.2016)

Am Mittwoch, den 17.08.2016 gönnte ich mir Victor Smolskis aktuelle Formation ALMANAC als Opener. Zwar bin ich immer noch ein wenig traurig darüber, dass es RAGE in alter Formation nicht mehr gibt, dafür wurde uns auf 45 Minuten eine Show präsentiert wo Mr. Smolski zwar wie erwartet gerne im Rampenlicht stand, sich das Ganze aber trotzdem als spaßige Reise durch ALMANACs Debüt "Tsar" rausstellte. Das Album wurde zwar nicht am Stück runtergekloppt (so kam "Nevermore" noch vor "No More Shadows"), bot aber naturgemäß die Basis der Show. Mit 2 Sängern und einer Sängerin wirkte die Bühne zwar fast etwas überlaufen, aber der Charme der zugegeben etwas einhörbedürfigen "Tsar" kam perfekt rüber. Als Zulage folgte dann das von Smolski angeleitete "Empty Hollow" von RAGE - man kann sich eben doch nicht ganz von der Vergangenheit lösen. Die Menge feierte es jedenfalls.

Am Abend folgen dann GRAND MAGUS. Zwar habe ich mir die Jungs schon am Rock Hatz dieses Jahr gegönnt, dennoch machte die Show mit Songs wie „Steel Versus Steel“, „Triumph And Power“ oder „Iron Will“ viel Freude und füllte die T-Stage mit reichlich Fans.

Den Abschluss sollte dann die undefinierbare Black-, Doom-, Sludge-... Mischung von DOWNFALL OF GAIA auf der kleinen Camel Stage machen. Mit düsterer Stimmung, offenen Gitarrensounds mit den Rücken zur Bühne und den Humbuckern zum AMP verwandelten die Jungs ihre Spielzeit in eine melancholisch-düstere Metalshow.

 

Tag 1, Donnerstag (18.08.2016)

Die Zeit schreitet voran, das Thermometer zeigt 30°C und EXODUS kloppen sich durch die Menge. Mit einem recht amerikanischen Slogan auf dem T-Shirt des Gitarristen ("FCK ISIS") und reichlich ebenfalls amerikanischer Metal Action bei „Exodus“ oder „Bonded By Blood“ räumten die Jungs das Feld ab.

Es folgten (bei mittlerweile zugezogenen Himmel) EQUILIBRIUM. Zwar gehöre ich zu den Leuten, die ihre alten Alben vor Wechsel zu Sänger Robse doch mehr feiern als das aktuelle Material - dennoch war es möglich, dass bei "Blut im Auge", neuem Songmaterial, einer Spielpause für einen Crowdsurfer im Rollstuhl und natürlich dem in Franken nicht ungeläufigen "Unbesiegt" die Pain Stage Crowd quasi aus allen Nähten platzte. Sympathisch ist die Truppe auf jedem Fall.

Den Abschluss machten dann die zweifelsohne großartigen AIRBOURNE. Vor einer Wand aus Marshall Fullstacks gönnte sich Frontmamn Joel bei „Ready To Rock“, „Too Much, Too Young, Too Fast“, „Diamond In The Rough“ oder „Stand Up For Rock ’n’ Roll“ eine ziemliche One-Man Show, welche dadurch gekrönt wurde, dass selbiger einfach mal während "Girls in Black" so die Main Stage hochgekletterte und ein Solo spielte. Was will man mehr?

Nach AIRBOURNE zerkloppte leider das Wetter ein wenig die Stimmung (Regen! So viel Regen!), dennoch versammelten SABATON vermutlich das halbe Festival um sich und zockten ihre militärisch-enthusiastischen Show in den Abendstunden. Egal ob „Noch Ein Bier“ (...ich glaube der Song hieß mal anders) oder „Swedish Pagans“, die Schweden scharen wirklich Jahr um Jahr mehr Leute um sich.

 

Tag 2, Freitag (19.08.2016)

Seichte Wolken liegen über dem SUMMER BREEZE und auf dem Ground spielen VERSENGOLD eine frühmorgendliche Party-Show. Betrunkene Halunken, diese.

Es folgten die GRAILKNIGHTS mit ihrer berüchtigten Superhelden-Schlacht. Bei Muskel-Dehnübungen im Superhelden-Style, dem fröhlich-brüllenden Battlequire, dem Bier...tier? „Zapfi“ welches ein Fass Bier an die Menge verteilte und eine Setlist welche spätestens bei „Superhero Medley“ die Nostalgie-Herzen ansprach. Eine GRAILKNIGHTS-Show ist zwar seit Jahren mehr oder weniger die gleiche Erfahrung – aber eben diese ist halt wirklich witzig.

Nachmittags sollten dann noch ARKONA die T-Stage mit ihrem slawischen Pagan Metal abreißen. Frontfrau Mascha hielt nicht still und sorge für reichlich Party Stimmung. Am Abend verwandelten dann ARCH ENEMY unter dem Banner der ihrer mittlerweile 2 Jahre alten „War Eternal“ die Main Stage in ein Death Metal Inferno. Eine ohne Kompromisse energiegeladene Alissa White-Gluz brachte die Köpfe mit „My Apocalypse“, „Bloodstained Cross“, „As The Pages Burn“ oder „Nemesis“ zum Rotieren.

Weiter ging es mit den Prog-Monstern von MASTODON. Mit einer Eröffnung durch „Tread Lightly“ wurde eine bunte Mixtur durch alte und neue Scheiben der Formation gezockt („High Road“, „Mother Puncher“, „Bladecatcher“, „The Woolf Is Loose“, „Crystal Skull“). Die Jungs zeigten mal wieder eindrucksvoll was man aus Gitarren, einem Bass, einem Drumset und einer Menge Talent rausholen kann. Allerdings war aus irgendeinem Grund 10 Minuten zu früh Schluss.

Den abendlichen Abschluss machten für mich nicht SLAYER – den aus unerfindlichen Gründen spielten die großartigen UNLEASHED fast gleichzeitig. Das Bild, wie sich 15 Minuten vorher eine wirklich winzige Menge vor der T-Stage einfand und stramm auf den Beginn der Show wartete war ein durchaus witziges. Als es dann los ging ließ sich jedoch weder vor noch auf der Bühne irgendjemand beirren – bei „Winterland“, „Fimbulwinter“, „To Asgaard We Fly“, „To Miklagard“ oder „Hammer Battalion“ rotierten die Köpfe und die Anzahl selbiger war auch wesentlich gewachsen. Die Schweden zockten ihre Show eisern durch und sorgten daher für viel Freude unterm Zelt.

 

Tag 3, Samstag (20.08.2016)

Der Samstag verlief für mich musikalisch weniger spannend – dafür wussten SUBWAY TO SALLY mit ihrer typischen Energie die Menge für sich zu gewinnen. Am gleichen Tag ging allerdings auch eine Sturmwarnung raus und das Wetter wendete sich von „hervorragend“ zu „beschissen“. Abends zeigten dafür BLUES PILLS (in strömend-widerlichem Regen), dass die junge Formation mit ihrem sympathischen Oldschool-Rock ihre Fans dem Wetter zum Trotz bei sich behalten konnte. Mit viel Material vom aktuellen Album „Lady In Gold“ sowie älterem Stoff vom Debut „Blues Pills“ (natürlich getoppt mit „Devil Man“) waren BLUES PILLS für mich der ideale Festival Abschluss.

Die Abreise am Sonntag verlief übrigens sauber – keine Staus, sehr organisierte Security und eine alles im allen angenehme Erfahrung.

Nutzen wir die letzten Zeilen um etwas über das Festival und das Drumherum zu erzählen. Die semiwarme Gruppendusche gab es für 2.50€, Spülklos für 1€, die Dixis waren eher spärlich verteilt und in einem noch spärlicheren Zustand.

Wer diesem eher nicht so netten Teil des Festivals eine kleine Auszeit gönnen will kann mit den kostenlosen Shuttlebussen nach Dinklelsbühl reinfahren. Dort könnt ihr euch wohl eine der schönsten mittelalterlichen Städte Deutschlands anschauen, euch im Freibad am Burggraben abkühlen oder in einem der Restaurants etwas nicht in Dosen gelagertes Essen gönnen. Natürlich sind hierrüber auch Supermärkte erreichbar. Die Frequenz der Busse war nun eher semi-ideal – man wartet zwischen 5 und 50 Minuten.

Auf dem Festivalground gibt es 0.4l Bier für 3.50€ (2€ Becherpfand) und Futter von der obligatorischen Bretzel über Maultaschen-Burger, Fish ’n’ Chips bis zum veganem Flammkuchen mehr oder weniger alles was das Herz begehrt. Die Merch-Meile erfreute mich mit recht viel Vinyl, einigen netten Patches und natürlich einer (wie immer früh ausverkauften) offiziellen Abgabestelle für das SUMMER BREEZE Merchandise.

Fazit: Das SUMMER BREEZE 2016 sollte sich mal wieder als ausgesprochen spaßige, laute, abwechselnd staubig und schlammige Metal-Party heraus – 2017 kann kommen!



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