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10.09.2009 Fool's Game
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Nachdem Du mit DIVISION abgeschlossen hast, ist nun FOOL’s GAME Deine Band, wie ist es dazu gekommen?
Das ist ganz einfach passiert, weil die Band und ich unterschiedliche Musik machen wollten. Ich habe DIVISION vor 13 Jahren gegründet und war 12 Jahre lang ein Teil von ihr. Wir hatten eine großartige Zeit, in der wir drei Alben aufgenommen haben, es war also nicht so einfach, die Band zu verlassen. Wie dem auch sei, das letzte Album, „Trinity“ war schon vor 2001 komplett im Kasten und also ich mich dazu entschlossen habe, meinen eigenen Weg zu gehen, waren die neuesten Songs also schon vier Jahre alt. Ich liebe es einfach, neue Songs zu schreiben und das war so einfach nicht mehr in dem Maße möglich, wie ich es mir für DIVISION vorgestellt hatte. Ich hatte das Gefühl, sie würden sich voll und ganz auf das live Spielen konzentrieren, was natürlich das Songwriting an sich nicht gerade beschleunigt. Nun bin ich in der Lage das zu tun, was ich am liebsten mag: neue Musik schreiben und aufnehmen. Wie sich heraus stellte, habe ich DIVISION aber wohl auch ein wenig behindert, sie konnten nun Shows spielen, die ich nicht hätte spielen wollen, was nicht heißen soll, dass ich es nicht mag, auf der Bühne zu stehen. Es war einfach großartig, im letzten Jahr zusammen mit PHARAOH das KIT zu spielen und ich freue mich auch darauf, die FOOL’s GAME Nummern live zu spielen. Wann hattest Du genau die Idee, Deine eigene Band aufzustellen? Das war 2003, ich hatte damals schon mit ein paar Leuten darüber gesprochen, allerdings wollte ich damals DIVISION nicht verlassen aber ich wollte neue Musik schreiben. Naja, das führte dann alles ins Nichts, obwohl ich noch die Musik zu „As The Field Of Dreams Was Abandoned“ zu der Zeit geschrieben habe. Im ersten Monat nach meinem Ausstieg habe ich gleich vier oder fünf neue Songs geschrieben, es war, als ob sich die Schleusen öffneten. Wie hast Du die Musiker ausgesucht, die auf dem Album zu hören sind? Als sich die Songs zu dem geschrieben habe, was jetzt FOOL’s GAME ist habe ich auch PHARAOHs „The Longest Night“ in meinem Studio aufgenommen. Ich habe ein paar Songs für Matt Johnsen eingespielt und habe ihm die mp3s geschickt und dann kamen wir überein, dass er auf dem Album die Gitarre übernehmen sollte. Matt ist ein unglaublicher Gitarrist, seine Leads sind so verdammt melodisch und er ist, ganz ehrlich, mein Lieblings-Gitarrist zurzeit. Zudem ist er einer meiner engsten Freunde, so dass ich sagen kann, dass die Zusammenarbeit mit ihm einfach spitze ist. Als ir dann beschlossen hatten, dass wir die Gitarren spielen und auch den Bass übernehmen, war es an der Zeit einen Sänger und einen Drummer zu finden. Ich schrieb ein paar Leute und fragte, ob sie nicht entsprechende Musiker kennen würden. Eine dieser Personen war Claus von Intromental Management. Er schlug seinen Partner, den MANTICORA Sänger Lars Larsen vor. Ein paar Mails später war er mit an Bord. Alles in allem hat es nur zehn Tage gedauert, um einen Sänger zu finden. Zur selben Zeit haben Matt und ich uns Gedanken um einen möglichen Drummer gemacht du wir waren uns schnell einig, dass John Macaluso zu uns passen würde. Als das Songwriting stand, hatte ich das Gefühl, dass ein paar Keybaords ganz gut passen würden und da habe ich dann einfach meinen guten Freund Nick van Dyk von REDEMPTION gefragt. Der sagte zu, ohne das Material erst mal hören zu wollen. Du hast also die ganze Musik alleine verbrochen oder konnten die anderen auch noch ihren Senf dazu geben? Ich habe bis auf „The Conqueror Worm“, den Matt geschrieben hat, alles alleine in Worte gefasst, dennoch habe ich allen, was ihre Parts angeht, freie Hand gelassen. Lars hat zum Beispiel seine Melodien und alle Texte geschrieben, mit Ausnahme der Gedichte, die wir benutzt haben. Matt hat all seine Soli allein geschrieben, Nick hat alle Keyboard Parts allein gemacht und John hat alle Drum Parts fabriziert. Wenn sie mit etwas ankamen, was mir partout nicht gefallen hat, habe ich darum gebeten, etwas zu ändern, was allerdings nicht wirklich oft passiert ist. Ich hätte auch alles alleine machen können aber dann wäre es sicher bei weitem nicht so gut geworden, wie es jetzt ist. Beim nächsten Album werden wir auch einen festen Basser haben, das hat diesmal beim Timing nicht so gut geklappt. Wird das jetzige Line-Up für die Zukunft Bestand haben? Ich habe schon mit dem Songwriting angefangen, und alle, die bei „Reality Divine“ dabei waren, werden auch bei der nächsten CD dabei sein. Welches ist eigentlich Dein Lieblingssong von „Reality Divine“? „As The Field Of Dreams Was Abandoned“ ist mein sentimentaler Favorit, da es der erste Song ist, den ich für FOOL’s GAME geschrieben habe. Ich bin auch sehr zufrieden, was aus „The Wild Swans At Coole“ und „The Conqueror“ geworden ist. Von denen ist „Swans…“ der Beste. Momentan kann man sagen, dass der Markt für Musik überhitzt ist. Es erscheinen Woche für Woche so viele Platten, dass es nahezu unmöglich ist, den Überblick zu behalten. Warum sollte man unbedingt „Reality Divine“ kaufen? Weil ich denke, dass wir es geschafft haben, ein paar richtig starke Songs zusammen zu bekommen. Wir bieten viel traditionellen Metal und haben auch progressive Elemente dabei, die Fans dieser Richtung interessieren dürfte. Wenn man sich für melodischen Power Metal mit einem Schuss Progressive Metal interessiert, dann ist dieses Album die perfekte Wahl. Wie sieht es eigentlich mit ner Tour aus oder ist das schwierig, zumal auch Euer Sänger nicht in den Staaten wohnt? Momentan gibt es diesbezüglich keine Planungen, obwohl wir natürlich schon darüber diskutiert haben und wenn ich mir so ansehe, wie weit wir alle auseinander wohnen, dann sind einige Festivalauftritte wahrscheinlicher, als eine ganze Tour zu fahren. Wir werden sehen, wohin der Weg führen wird. Natürlich haben wir alle Lust darauf, live zu spielen, allerdings stehen auch schon im kommenden Jahr die Studioarbeiten zum nächsten Album an. (lk) |
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