Konzertbericht

Brainstorm, At Vance, Mercenary - Hamburg, Markthalle, 20.04.2005

Wie so oft ist die Hamburger Markthalle um kurz nach acht Uhr noch relativ leer, wenn die Supportbands sich bereits auf die Bühne begeben. Die Dänen MERCENARY ließen sich hiervon jedoch nicht sonderlich stören und rockten als gleich ordentlich los. Insbesondere auch die Songs vom aktuellen Album "11Dreams" wie z.B. der gleichnamige Titelsong kamen gut an. Die sympathischen Nordmänner gaben sich fan nah und brachten eine anständige Show mit Action und Spaß auf die Bretter. Eine harmonische Gesamtleistung. Da hätte man nach der halben Stunde schon gerne noch mehr gehört. Mit "Seize The Night" verabschiedeten sie sich und ernteten einen ehrlich verdienten Applaus.

Schwerer hatten es da schon die Kollegen von AT VANCE. So richtig wollte der Funke einfach nicht überspringen. Die Songs waren sauber gespielt, Sänger Mats Leven zeigte fast schon akrobatische Leistungen mit seinem Mikroständer und allen voran das Drumsolo von Mark Cross zeigte die Qualität der Leistung. Dennoch vergingen die ersten Songs wie "The Evil In You", "Fallen Angel" oder "Rise From The Fall" ohne großartige Regungen. Erst ab "Chained" vom aktuellen gleichnamigen Album schien das Eis ein wenig zu brechen. Highlight des Auftrittes war sicher "Broken Vow" und endlich kam auch so etwas wie Stimmung auf.

Mit dem bereits bekannten Intro "What A Beautiful Noise" starteten BRAINSTORM erstmalig als Headliner in Deutschland. Und um es gleich einmal vorweg zu nehmen, diesem Status machten sie alle Ehre. Mit einem fast schon gewohnt professionellen, powervollen und spielfreudigen Auftritt überzeugten sie um Nu die Fans. Insbesondere die Songs vom aktuellen Silberling "Liquid Monster" und dem Vorgängeralbum "Soul Temptation" schienen allgemein bekannt und erzeugten dem entsprechend Stimmung. Aber auch ein wenig ältere Stücke wie "Beyond My Destiny" vom Ambiguity Album schlugen ein. Die Stimmung und die Hitze im Saal stiegen gleichermaßen. Nicht fehlen durfte selbstverständlich die Single-Auskoppelung "All Those Words", die auch live ohne weibliche Vocals einfach rockte. Und um in der Kürze der Zeit ein, zwei Songs mehr präsentieren zu können, gab es ein kleines, aber feines Medley. Auf lange Soli wurde verzichtet, statt dessen gab es weiterhin mit "Shivas Tears" und " Fornever" ordentlich was um die Ohren. Weitere Abwechslung brachte das Duett von Torsten "Todde" Ihlenfeld und Andi B. Franck während "Soul Temptation". Ein wenig Verwirrung schaffte Andi B. Franck, in dem er kurzerhand mal einen anderen Song als den auf der Setlist ankündigte und sich anschießend versuchte, ein wenig ironisch mit den Worten "Wer sind schon Gitarristen und diese Gitarrenwechsel" heraus zu reden. Mit "Inside A Monster" ging es denn leider schon dem vorläufigen Ende der Show und einem weiteren Glanzlicht zu. Und endlich, als Headliner, dürfen auch BRAINSTORM die so oft verlangten Zugaben spielen. An dem Gig gab es nichts zu mäkeln und eine sichtbar glückliche Band verließ die Bühne.

(tennessee)

 
Dieser Bericht wurde bisher 1535 mal gelesen.

  • Bericht bei Facebook posten!
  • Review bei MySpace posten!
  • Bericht bei Twitter posten!
  • Bericht bei StudiVZ posten!

 
 
 
 
 

© 1999-2011   www.METAL-INSIDE.de