King Leoric, Blutsbrüder, Betrayer, Black Situation - Clausthal-Zellerfeld, Uni Mensa, 27.11.2004 |
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Die im Inneren leicht umgebaute Uni - Mensa der TU Clausthal war mit rund 400 Nasen gut gefüllt, als der Opener des Abends, BLACK SITUATION aus Goslar, seinen Set begann und nach dem üblichen "Carmina Burana" - Intro mit dem Cover "Iron Man" von Black Sabbath einen glücklichen Start erwischte, der den nicht gerade wenigen Altrockern im Publikum gut aufstieß. Mit Deep Purpels "Black Night" folgte der nächste Knaller und wenn man genau hinschaute, erkannte man, dass die Band gerade mal zwischen etwa 13 und 18 Jahren alt war, Hammer! Die richtige Erziehung haben die jungen Herren offenbar genossen und so schossen sie noch manch anderen Oldie in die Menge und auch wenn sie dabei noch ein wenig tapsig und logischerweise unsicher wirkten, ziehe ich auch noch im Nachhinein den Hut vor dieser überraschenden und unterhaltsamen Performance. Wie viele Bands haben nicht als Coverband im "Kindesalter" begonnen und stehen heute ganz oben auf der Leiter?! Früh übt sich eben… (do)
Setlist BLACK SITUATION:
Intro Ebenfalls aus Goslar stammten die übrigens schon seit 1986 existierenden, traditionellen Metaller BETRAYER, die mit Sabine Römling eine kraftvolle Rockröhre in ihren Reihen haben und an diesem Abend zeigten, dass sie echte Rocker alter Schule sind. "Wir sind jetzt 18 und dürfen Pornos gucken, saufen und Auto fahren!", lies Gitarrist Holger verlauten, bevor man mit patenten Eigenkompositionen wie "Life In The Street", "Source Of Irritation" oder auch dem coolen Sentenced - Cover "Blood And Tears" einen ordentlichen Auftritt aufs Parkett legte. Die jahrelange Erfahrung merkte man der Band deutlich an und besonders Frau Römling offenbarte eine Performance in Sachen Stimme und Bewegungsfreudigkeit, die man sich von manch bekannter (weiblicher) Metal - Frontsirene vergebens erhofft. An diesem Abend waren BETRAYER (bei denen übrigens auch "Blutsbrüder" Carsten Fricke als Basser tätig ist) eine echte Bereicherung und auf dem Billing sicher nicht Fehl am Platze. Weiter so, auf die nächsten 18!(do) Setlist BETRAYER:
Shade Of Darkness Dass die Clausthaler Formation BLUTSBRÜDER am heutigen Abend ein absolutes Heimspiel haben würde war ja schon im Vorfeld klar, dass es aber ein derart stimmungsvoller Gig werden würde, hat die band wohl selber nicht erwartet. So ziemlich alle der vierhundert zahlenden Gäste waren vor der Bühne versammelt, als Pommes, Carsten, der kurz zuvor noch bei Betrayer mitgerockt hatte, Pommes, Marijan, Holger und Krumpen mit "Jetzt Sind Wir Da" loslegten und von Beginn an aus allen Rohren feuerten. Die Band, von der Reaktion der Fans sichtlich begeistert", ging engagiert und fast fehlerfrei zur Sache. Sänger Pommes hatte dabei einen Sahnetag erwischt, ließ die Mähne wie ein Derwisch kreisen und ließ stimmlich gar nichts anbrennen. Ebenfalls in Topform war Leadgitarrist Steiner, der mächtig Druck machte, während es sein Sidekick Marijan etwas ruhige angehen ließ. Gut 90 Minuten war Vollgas angesagt, Songs wie "Hunde Wollt Ihr Ewig Leben", "Das Leben", "Blutsbrüder", "Ich Hasse Dich" und besonders die Zugabe "Es Lebe Harzer Eishockey" kamen beim Publikum prächtig an und sorgten für Stimmung pur. Ohne Zweifel hatten die Lokalmatadore in Clausthal einen ihrer bisher besten Gigs gespielt. Wirklich super!(lk) Setlist BLUTSBRÜDER:
Jetzt Sind Wir Da Dass es für die Wolfenbütteler KING LEORIC heute schwierig werden würde, ahnte Sänger-Bassist und König in Personalunion Jens Wunder schon vorm Headliner-Auftritt im Harz. Die Leute schienen hauptsächlich wegen der Blutsbrüder gekommen zu sein, was für Jens und seinen Mannen nicht gerade optimal war. Das bestätigte sich dann leider auch als KING LEORIC mit dem obligatorischen Opener "King Leoric Is Rising" loslegten, sich aber die Reihen schon merklich gelichtet hatten. Die Band ließ sich davon aber wie gewohnt nicht abschrecken und legte einen mehr als souveränen Gig, der wahrlich mehr Fans verdient hätte. Die, die zu später Stunde noch da waren (um die 100 Leute werden es wohl gewesen sein), genossen die Mischung aus Savatage, Iron Maiden- und Metallica Sounds, die die Jungs von der Leine ließen. Neben ihren eigenen starken Songs wie "Straight Out Of Hell", "Arrival Of The King", "Father Mine", welches Frontmann Jens für seinen verstorbenen Vater geschrieben hat, "Master Of The Kings" oder auch "Dragonship", hatten KING LEORIC immer wieder schöne Coverversionen in ihren Set eingebaut ("Breaking The Law", "Whole Lotta Rosie", "Ace Of Spades"), die der Stimmung natürlich nicht abträglich waren. Auch wenn ich die Band persönlich schon einmal besser gesehen habe, bleibt abschließend festzuhalten, dass die Jungs live eine absolute Partymaschine sind aber als Musiker auch mehr als professionell arbeiten und sich auch dementsprechend präsentieren. Bleibt nun zu hoffen, dass man endlich mit dem zweiten Album "Thunderforce" aus dem Kreuz kommt, damit man die neuen Songs der Kings auch Zuhause mitgrölen kann.
Setlist KING LEORIC:
King Leoric Is Rising (lk) |
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