Konzertbericht

God Dethroned, Fallen Saints, Desolation – Hamburg, Headbangers Ballroom, 17.09.2004

DESOLATION aus Hannover und um zu durften an diesem Freitag abend ein denkwürdiges Debüt in der Hansestadt feiern. Der Headliner GOD DETHRONED rollte um diese Zeit wohl erst knapp auf dem deutschen Abschnitt der Autobahn zwischen Groningen und Hamburg. Trotzdem war es schon erstaunlich voll im Headbangers Ballroom, und das wegen seiner "Stiff Upper Lip" verschriene Hamburger Publikum ging vom ersten Song an ab wie Schmitts Katze und es war schwer, in der ersten Reihe einen Platz zum Haare schütteln zu ergattern. Die Setlist war geschickt auf das Härteniveau der anderen beiden Bands zugeschnitten, mit Ausnahme des epischen "Apocalennium" und seinem furiosen Wechsel zwischen Keyboarder Sebastian Thomas tiefer und Johannes Bergmanns eher bellender Stimme zum Einstieg und dem ebenfalls eher melodischen Track "Salvation Paradox", der auf verschiedenen Untergrund-Samplern vertreten war, knüppelte und ballerte die Band drauf los. Ex-Basser Kai Mühlenbruch grinste bei diesem Handstreich mit seinen früheren Bandkumpels um die Wette, hatte er sich doch erst in den vergangenen Tagen die Gitarrenparts draufgeschafft. (laetti)

Nach guter Aufwärm-Übung hatten die norddeutschen FALLEN SAINTS leichtes Spiel. Sie hatten eine Chance und nutzten sie. Mit ihrem Amon-Amarth-getränkten Sound brachten Sie Füße zum Tippeln und Haare zum Schütteln, der charismatische Sänger Olli tat ein Übriges. Sie spielten die Songs ihrer aktuellen CD "The Source Of Decease" und machten gehörigen Appetit auf den Nachfolger. "River Remains" und "God Of Warcry" vernahmic als Titel der neuen, aber in der typischen "FS"-Tradition stehenden Titel. Machten Bock, die Jungs.

Was man ohne Zaudern auch von den Herren aus Groningen namens GOD DETHRONED sagen kann. Henri Sattler hatte diesmal eine neue Crew dabei - Isaac Delahaye hat ja Jens an der Gitarre abgelöst und uns aller Beef ist nicht mehr dabei (Schnuff). Aber der kleine Henke macht am Bass ebenfalls eine vorzügliche Figur. Und dass songtechnisch bei den Holländern eh alles im grünen Bereich ist, ist doch wohl klar. "The Warcult" eröffente einen amtlichen Gig, der kaum Wünsche offen ließ. Beispiele? "Art Of Immolation", "Boiling Blood", "Into The Lungs Of HelL", die Vampir-Villa und und und - Kurzum: Kill after Kill. Mit dem slyer-lastigen Nihilism” und "Sigma Enigma” kamen zwei erstklassige Songs aus dem neuen, in Kürze erscheinenden "´The Lair Of The White Worm" zu Ballroom-Ehren. Auch prima. Dann noch nen flotten Dreier zur Zugabe: "Coloseum Serenades", "Arch Enemy Spain" (auch vom weißen Wurm) sowie "Serpent King" machten das Maß voll. Was übrigens auch der sympathische Henri tat - im übertragenen Sinne, er mishte sich unters Volk, schmiss ne Riesenrunde und bewies, dass nicht alle Holländer so unangenehm wie sie beim Fußball tun;-). Jedenfalls zeigte der Auftritt, dass GOD DETHRONED mitnichten ein Solo-Projekt mit Begleitung darstellt, sondern eine echte Band. Und das lässt hoffen...(memme)

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(memme)

 
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Desolation.
 
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Fallen Saints.
 
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God Dethroned.
 
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