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Der Wettergott meinte es gut mit dem Masters Of Rock. In der Nacht war das Wetterleuchten von Gewittern zu sehen, doch die hielten gebührenden Abstand, so dass auch am Freitag wieder die Sonne schien und nicht nur die Bands dem Publikum mächtig einheizten. Nachdem Delain leider kurzfristig absagten, verschob sich die Auftrittszeit von METALFORCE ein wenig, die dafür aber etwas mehr Spielzeit bekamen. Eröffnet wurde mit „Metal Crusaders“ und „Freedom Warriors“. Die tschechischen Fans schienen nicht alle die Band zu kennen, doch schnell hatten die Deutschen sie mit ihren eingängigen Abrocksongs im Griff, so dass schon beim dritten Song „Faster, Harder, Louder Metalforce“ mitgegröhlt wurde. Die Schlauchdusche für die Fans wäre sicher auch der Band recht gekommen, denn die Temperaturen auf der Bühne glichen einer Sauna. Doch Tarek und seine Jungs hielten tapfer in ihren Lederklamotten durch und rockten einfach weiter drauf los. Natürlich war der selbstbetitelte Song „Metal Law“ am Ende des Sets wieder das Highlight der Show.
Und es ging auch gleich mit einer weiteren, deutschen Band weiter. DESTRUCTION heizten den Fans der härteren Gangart so richtig ein. Letztes Jahr war Schmier noch als Special Guest mit dabei, jetzt stand er mit seiner eigenen Band auf der Bühne, samt neuen Drummer, welcher im übrigen einen hervorragenden Job leistete. Als Opener wurde „Curse The Gods“ ausgewählt. Und einmal mehr wurde die Ansage „Thrash Till Death“ von beiden Seiten umgesetzt, wobei Schmiers Gesichtsfarbe so langsam besorgniserregende Züge annahm. Doch es wäre nicht Schmier, wenn er das nicht professionell durchgezogen hätte und noch so starke Songs wie „Nailed To The Cross“ oder auch „Total Desaster“ nachlegte.
Einen starken, musikalischen Kontrast gab es dann mit EPICA. Doch die Besucher des Festivals sind nicht nur relaxed und haben gute Laune, sie sind auch in Bezug auf Musikrichtungen sehr offen. Wie auch schon am Abend zuvor bei TARJA, konnten EPCIA mit Songs wie „Sensorium“, „Cry For The Moon“ oder auch „Sancta Terra“ punkten.
Und da dieses Festival für musikalische Abwechslung bekannt ist, führt uns der nächste Act in Form von QUEENSRYHCHE in die progressive Ecke. Optisch ein wenig verändert, präsentierten Goeff und seine Mannen die eher neueren Stücke, was dazu führte, dass zwar viele Fans vor der Bühne waren, der Funken aber nicht so richtig überspringen wollte. Sehr schade. Immerhin können Songs wie „Hit The Black“, „Dead Man´s Words“ und natürlich „Empire“ überzeugen. Im nächsten Jahr feiert die Band ihr 30jähriges Bestehen und noch immer werden sie in erster Linie an ihrem Erfolgsalbum „Operation Mindcrime“ gemessen. Wie stark, war bei diesem Auftritt ganz offensichtlich.
Und auch die Headliner des heutigen Abends, MANOWAR, präsentierten lieber die neuen Songs, statt die Lieblingsstücke der Fans. Nur mit dem Unterschied, dass zwar nicht jeder Fan zufrieden war, sie aber dennoch bereitwillig alle mitmachten. Allen voran kam „Hand Of Doom“, irgendwie klar, dass alle ihre Arme über dem Kopf verschränkten, um die Band zu begrüßen. Mit todernster Miene betrat Joey de Maio dann auch die Bühne, wesentlich Energie geladener einmal mehr war Sänger Eric Adams. Er versuchte stets, auch bei den neuen Songs, das Publikum zum mitmachen zu animieren. Mit Erfolg. Und na klar, „Die For Metal“ wurde erneut zum Schlachtruf. Das Basssolo von Herrn de Maio hielt sich von der Länge in Grenzen und überzeugte dafür kurz und knackig (für seine Verhältnisse). Und natürlich durfte auch bei den Zugaben ein Auszug aus dem kontrovers diskutierten Dio-Tributealbum nicht fehlen in Form von „Heaven And Hell“. Fragwürdig jedoch war die Pressekonferenz hierzu, in der Herr de Maio betonte, dass die Einnahmen nicht in den Dio Font fließen. Es mag sich jeder seinen Teil dazu denken und sich eine eigene Meinung bilden. Doch leider war es nicht der einzige Fauxpas der Band an diesem Abend. Nach der Show wurde der gesamte Backstagebereich komplett abgeriegelt, so dass es uns nicht möglich war, an unser Equipment zu kommen oder gar Fotos und das Review zu Holyhell zu machen. Somit endete der Abend früher als erwartet, zumindest für uns.
(tennessee)
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