Papa Roach, Filter, In This Moment - Hamburg, Docks, 24.04.2009 |
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Einen Monat ist es her, dass PAPA ROACH ihr sechstes Studioalbum veröffentlichten, einen kleinen Skandal um ihr neues Video zu „Hollywood Whore“ kreierten und in noch kürzerer Zeit alle Tickets ihrer aktuellen Tour verkauften. Besser kann es doch gar nicht laufen oder? Für diesen Mittwochabend hieß es da „nur“ noch, ein ausverkauftes Docks von ihren Live-Qualitäten zu überzeugen. Einen kleinen Einblick in die aktuelle Stimmung der Vier konnte metal-inside.de bereits am Nachmittag erhaschen, als die Band sich unseren Fragen stellen durfte. Und so entspannt und gut gelaunt, wie sich PAPA ROACH da präsentierten, ließ das doch hoffen! Das Docks war bereits brechend voll, als die Melodic Hardcore-Band IN THIS MOMENT den Auftakt für einen langen Konzertabend bildete. Und wie es sich für eine Vorband eben so gehört, hatte diese leider mit gewaltigen Soundproblemen zu kämpfen...„Die Stimme zu leise und zu hoch, aber sonst nicht schlecht“, so oder so ähnlich lauteten die recht gemischten Kommentare zu dem Auftritt der Kalifornier. Umso einiger war sich das Publikum bei FILTER. Denn während ein paar der Zuschauer tatsächlich nur wegen der Herrschaften des gediegenen Alternative Tickets erworben hatten, hatten die anderen wiederum kaum Ahnung, wer Ihnen da die Ohren rockte. Machte aber eigentlich auch nichts, denn gut kamen FILTER bei fast allen an. Der Kopf war schon mal gut eingenickt und so wurden während der letzten Umbauphase die PAPA ROACH-Rufe lauter und klangen dabei, als hätten es die Fans vorher geübt, erstaunlich einstimmig. Dann war es endlich soweit, die Gemüter konnten sich beruhigen bzw. jetzt erst richtig ausflippen, denn schließlich machte es Sänger Jacoby ja vor. Vom ersten Takt an, wirbelte der Frontmann der kalifornischen PAPA ROACH über die Bühne, und auch wenn ich mich für diese saloppe Ausdrucksweise entschuldigen muss...rockte das Haus! Ja so schlicht und doch so passend...Getragen von energiegeladenen Songs wie „Change Or Die“ oder „Getting Away With Murder“, stieg der Sänger immer wieder auf die Boxen und das Publikum konnte eigentlich gar nicht anders, als sich von dieser Wahnsinnsausstrahlung mitreißen zu lassen. Während so mancher Fußballer dieses Tempo auf dem Platz keine 90 Minuten mithalten könnte, wurde jeder einzelne Song mit der gleichen Kraft und guten Rock’n’Roll-Laune vorgetragen. Wie alte Freund begrüßte die Menge die Songs bereits vom ersten Takt an...und so weit hergeholt schien das gar nicht zu sein...hatte die Beziehung PAPA ROACH-Fan doch für viele mit dem Durchbruch-Album „Infest“ begonnen und damit schon einige Jährchen auf dem Buckel. Und wie vielen der hier Anwesenden mögen wohl die Zeilen „Cut my life into pieces, this is my last resort“ durch Liebeskummer und andere Probleme der Jugend geholfen haben!? Zumindest hatten alle hier die Texte verinnerlicht...Tja, und dass es sich bei so einer Fan-Band Beziehung um ein stetiges Geben und Nehmen handelt und PAPA ROACH dies auch erkannt hatten (und das, liebe Freunde der rockenden Zunft, ist nicht selbstverständlich), wurden Hände geschüttelt, T-Shirts an (fast) jeder Schwitz-Stelle getragen und dann ins Publikum geworfen...für den Einen eklig, für die Anderen (und damit meine ich das gesamte Docks) wohl der begehrteste Artikel des Abends. Doch um den letzten Zweifel an fehlenden Berührungsängsten auszuräumen, hüpfte Frontmann Jacoby von der Bühne, rannte unter der Absperrung hindurch, weit in die Menge hinein, nur um dann von der „Seitenlinie“ aus den hinteren Reihen den Song „Lifetime“ näher zu bringen. Eine Aktion, die alle in Verzückung versetzte...nun ja, alle bis auf einen...und das war der Herr von der Sicherheitsabteilung, der zunächst einige Mühe hatte, überhaupt die Verfolgung aufzunehmen und noch viel länger brauchte, um wieder aus der Masse herauszufinden. Währenddessen krabbelte Jacoby bereits unter der Absperrung durch, küsste kurz die Füße einer zur-richtigen-Zeit-am-richtigen-Fleck-Frau und stand schon wieder auf der Bühne, als der Security-Mensch fluchenderweise gerade die Absperrung erreichte. Alles in allem glich dieser Mittwochabend einem Rockzirkus, der keine Wünsche offen ließ...Was stand nicht alles auf dem Programm? Zwei bekannte Anheizer im Vorprogramm, vier Musiker, die sich gesanglich und musikalisch weiterentwickelt haben, überhaupt ein neuer Drummer, der für frischen und schnellen Wind gesorgt hat...gedisste Hollywood-„Gören“, eine tobende Menge und vor allem PAPA ROACH, die sichtlich Spaß da oben auf der Bühne hatten. Schön zu sehen, dass eine Band, die so lange zusammen Musik macht und so viele Erfolge verzeichnen konnte, nicht vergessen hat, warum sie diesen Zirkus mitmacht! Viva la Cucaracha! Days Of War Change Or Die Broken Home To Be Loved Murder World Around You Forever Lifeline Crash Hollywood Whore Had Enough Time Is Running Out She Loves Me Not Alive Dead Cell Angels & Insects Scars I Almost Told You That I Loved You Last Resort (dan) Fotogalerien: |
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